Schlagwort: Microblogging

  • Twitter Befehle

    Twitter ist an sich ein sehr einfaches Service. Man kann kurze Nachrichten eingeben und die von anderen lesen. Wenn man genauer hinschaut gibt es aber noch mehr.

    Die meisten dieser Befehle funktionieren direkt auf der Twitter-Seite, noch nützlicher sind sie aber auf einem „Device“. Derzeit gibt es zwei Arten von Devices. Einerseits Handys und andererseits Instant Messenger. Diese kann man unter Settings auf der Twitter-Seite einstellen und dann auswählen, wohin man zukünftig Device-Updates bekommen möchte.

    Update
    Twitter hat im Mai Instant Messaging abgedreht. Damals wurde noch angekündigt, dass er am nächsten Tag zurück kommt. Darauf wird bis heute gewartet. SMS wurden ebenfalls abgeschalten. Allerdings nur außerhalb von den USA und Canada. Man kann zwar weiterhin Updates an die Nummer schicken, bekommt aber keine auf sein Handy geschickt. Dadurch werden einige Befehle beeinflusst, die nur via IM oder SMS nutzbar sind. Beachtet dazu die jeweiligen Fußnoten.

    Wenn man jemanden followed gibt es auch die Auswahlmöglichkeit Device updates OFF bzw. ON. Schaltet man sie ein bekommt man zukünftig die Tweets von dieser Person auf das ausgewählte Device.

    Mit diesen Befehlen kann man sich noch mehr Dinge auf das Device schicken lassen und Twitter von diesem aus steuern.

    • @username
      Das @-Zeichen verlinkt den Namen, der dahinter steht. Schreibt man es am Anfang der Nachricht wird es als Antwort gewertet und der andere User sieht es bei seinen Replies. Da man schnell den Überblick wer wann wem geantwortet hat, gibt es Quotably.
    • #tag
      Sogenannte Hashtags werden verwendet um in Twitter zu taggen. Siehe auch hashtag.org. Update: In der Twitter-Suche, ehemals Summize, kann man alle Tweets nach Hastags durchsuchen.
    • d username
      Mit diesem Kürzel kann man eine direkte Nachricht an einen User schicken. Diese Nachricht ist privat und wird nirgends öffentlich angezeigt. Falls der andere User eingestellt hat, dass er direct messages aufs Handy bekommt ((Außerhalb den USA und Kanada nicht mehr möglich.)), hat man somit einen sehr einfachen Weg Gratis-SMS zu schicken.
    • get username
      Damit kann man sich das letzte Update eines Users zuschicken lassen. get alleine schickt angeblich alle, hat bei mir aber nicht funktioniert.
    • follow username
      Spricht für sich selbst. Damit kann man jemanden folgen. Zu beachten ist, dass hier im Unterschied zum Folgen über die Website die Device-Updates mit eingeschalten werden.
    • leave username oder off username ((Funktioniert in Europa nicht mehr, da es nur die Device-Updates abschaltet.))
      Damit kann man die die Device-Updates des Users abschalten. Will man sie wieder erhalten schickt man erneut follow username.
    • off oder stop oder sleep ((In Europa ohne Wirkung.))
      Schaltet alle Device-Updates aus.
    • on oder start oder wake ((ref:3))
      Schaltet die Device-Updates wieder ein.
    • track Wort ((ref:3))
      Ein mächtiger Befehl, mit dem man zukünftig alle Updates erhält, die das Wort enthalten.
    • untrack Wort ((ref:3))
      Löscht das Wort aus den getrackten Wörtern.
    • untrack all oder track off ((ref:3))
      Stoppt das tracking von Wörtern.
    • whois username
      Man erhält ein Update mit den Daten zu dem User.
    • invite handynummer ((ref:3))
      Lädt die Person ein Twitter zu nutzen.
    • nudge username
      Fordert die Person auf ein Update zu schreiben.
    • fav username
      Fügt den letzten Tweet der Person zu den eigenen Favoriten.
    • stats
      Bringt eine kurze Statistik zum eigenen Account. Anzahl Following, Followers und welche Wörter man trackt.
    • tracks oder tracking ((ref:3))
      Liste der Wörter, die man trackt.
    • help ((ref:3))
      Schickt ein paar Befehle mit kurzer Erklärung als Update zurück: ‚invite‘, ‚follow‘, ‚track‘, ‚whois‘, ‚off‘;

    Ich hoffe die Liste ist möglichst komplett. Sollte ich etwas vergessen haben, bitte in die Kommentare. Den Großteil der Befehle habe ich ausprobiert, garantieren kann ich aber nichts.

    Zum Schluss noch zwei Links zu Twitter-Suchmaschinen.
    Tweetscan – Suchergebnisse kann man als RSS abonnieren oder sich zu bestimmten Worten einmal täglich als Mail schicken lassen.
    Summize – Mein persönlicher Favorit. Schnell, schön mit ein paar Suchfunktionen und man kann die Ergebnisse als RSS abonnieren. Update: Wurde von Twitter gekauft und ist nun die offizielle Suche.

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  • Twitter – 140 Zeichen, die mehr sagen

    TwitterWas Twitter ist werden die meisten wissen, der Rest sollte sich dieses Video anschauen. Dann gibt es noch das deutsche Twitter Handbuch von Oliver (Gründer von mixxt).

    Twitter ist nicht unbedingt aktuell. Gibt es schon seit über einem Jahr. Ich bin erst seit kurzem dabei. Lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt. Das ist doch vollkommen sinnlos. 140 Zeichen. Da kann man ja nichts schreiben. Das findet man ein paar Tage toll und dann verliert man das Interesse. Doch genau das Gegenteil trat ein. Ich fand es ein paar Tage schlecht und dann ist es erst toll geworden.

    Twitter ist noch mikromedieniger als Blogs. Noch persönlicher. Noch aktueller. Das Maß aller Dinge und nicht mehr als ein Lächeln. Es ist das, was man in einem Blog nicht findet. Was man seinem Freund am Telefon erzählen würde. Smalltalk und Tiefgang. Kommunikation. Habt ihr schon einmal auf einen Trackback mit einem neuen Beitrag geantwortet? Tweets können oft hin und her gehen, weil sie schneller sind. Weil sie kleiner sind. Weil sie einfach anders sind.

    Twitter könnte niemals den Blog ersetzen. Es ist etwas zusätzliches. In der Begrenzung liegt die Kraft. Man kann mit all den tollen Leuten direkt in Kontakt treten. Plötzlich steht man mit Lumma in der Schlange, bekommt Renes Ärger über seinen Hoster mit, erfährt als erstes von MC Winkels Freiwaschkarten. Man ist auch erster, wenn es um Gerüchte oder Nachrichten aus anderen Weltteilen geht. Twitter ist meist schneller, als diverse Nachrichtenticker.

    Das Ganze ist mehr als seine Einzelteile. Während es für Leute, die Twitter nutzen selbstverständlich ist, dass sie es tun, verstehen es Außenstehende nur selten. Ich lade dennoch jeden ein es einmal auszuprobieren. Es wird eine gewisse Zeit brauchen bis ihr die für euch interessanten Personen gefunden habt, aber dann werdet ihr verstehen. Oder so.

    Man muss aber auch dazu sagen, dass es fast nur für Leute geeignet ist, die öfters online sind. Weil Twitterlogs zu lesen ist selten interessant. Nur wenn die Dinge topaktuell sind, wenn man weiß, dass das gerade jemand online gestellt hat, wird die Sache spannend.

    Momentan finden auch die Twitter-Colorwars statt.

    Wenn ich nun zumindest ein bisschen euer Interesse wecken konnte, könnt ihr euch ja einmal meinen Twitter-Account ansehen (die neusten drei Nachrichten erscheinen übrigens auch recht oben im Blog). Ich poste ungefähr gleich oft vom PC wie vom Handy. Das bedeutet, dass ihr dadurch einen noch tieferen Einblick in mein Leben bekommt. Dinge die mich aufregen, wo ich aber keine Lust habe länger drüber zu schreiben, oder Infos direkt von Veranstaltungen, Lebensweisheiten, wenn ich in der U-Bahn sitze oder mich eine Vorlesung langweilt. Ihr seid dabei.