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  • Du bist raus. [uni]

    Die Unis sind überfüllt. Bisher konnte ich damit recht gut umgehen. Ich hatte kein Problem damit, wenn ich bei einer Vorlesung auf dem Boden saß, es fiel mir auch nicht besonders schwer beim Auswahlverfahren weiterzukommen, protestiert für mehr Möglichkeiten habe ich trotzdem. Ich wusste, dass ich immer wieder bei der Online-Anmeldung andere Studierende hinausgekickt habe, indem ich Dinge vorbereitet, die bessere Internetanbindung, den schnelleren Browser hatte. Man kann nun sagen, dass sie sich besser vorbereiten hätten müssen, ich bin jedoch der Meinung, dass im Bildungsbereich genügend Mittel vorhanden sein sollten. Schließlich geht es um Zukunft und so. Doch zurück zu heute.

    Ich habe mich dieses Semester sehr spät für die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen angemeldet, unter anderem für die Übung Human Computer Interactions (PA.HCI.HC.UE). Damit bin ich nur noch auf der Warteliste gelandet. Da ich bei Publizistik- und Kommunikationswissenschaften immer wieder mitbekommen habe, dass das nicht so streng genommen wird und es in den meisten Fällen, den LV-Leitern überlassen ist, wie viele Studierende bei einer Lehrveranstaltung teilnehmen, bin ich guter Hoffnung hingegangen. Da an der Hauptuni gerade unterschiedlich Dinge umgebaut werden, hat die LV an einem Ersatzraum stattgefunden, der in keinem besonders guten Zustand war, doch auch darum geht es nicht. Schon zu Beginn wurde gesagt, dass wahrscheinlich nicht alle auf der Warteliste teilnehmen werden können. Ich habe mich davon nicht weiter beeindrucken lassen und für interessierte Studierende eine Google Wave gestartet, in der ich meine Notizen zur Übung veröffentlicht habe und später meine Mitschrift zur Vorlesung schreiben werde.

    Die Übung klang interessant, die Aufgaben zwar nicht sehr herausfordernd, wenn man seit Jahren im Webbereich tätig ist, aber dennoch schien als könnte ich noch etwas dazulernen.

    Am Ende wurde dann die Anmeldungsliste durchgegangen, eine angemeldete Person war, nicht anwesend, dafür ist eine Person von der Warteliste hochgerutscht. Dem Rest wurde empfohlen es bei den übrigen beiden Übungen, insgesamt gibt es vier, zu probieren. Allerdings sind diese auch schon voll. Allen Informatikstudenten wird ein Platz garantiert, was bei der Tatsache, dass es sich für diese um eine Pflichtlehrveranstaltung handelt auch verständlich ist. Mir hilft das leider nicht weiter. Besonders unangenehm ist es, weil die Wahlfachkombination § 9 (3) c Journalismus / Multimedia, die ich gewählt habe die Lehrveranstaltung ebenfalls vorschreibt und ich somit darauf hoffen muss, nächstes Semester hineinzukommen. Ob Informatikstudierende grundsätzlich, also auch auf der normalen Rangliste bevorzugt werden, weiß ich noch nicht.

    Es ist jedenfalls unangenehm und ich weiß noch nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Ich verstehe, dass man nicht einfach mehr zulassen kann, zugleich stehe ich nun da und werde am studieren gehindert. Menschen, die lernen wollen, dies zu verwehren ist eine der dümmsten Dinge, die der Staat machen kann. Noch habe ich ein paar Alternativen, die ich dieses Semester machen kann, zu Übungen, selbst wenn es noch Plätze gäbe, kann ich mich nicht mehr anmelden.

    Update 4. März 2010
    Nachdem ich diesen Beitrag an die Lehveranstaltungsleiterin sowie die Studienvertretung und die Studienprogammleitung Informatik und Publizistik- und Kommunikationswissenschaften gesendet habe, gab es bereits eine Rückmeldung in den Kommentaren, vielen Dank hierfür, und es wurde in der ersten Einheit der Vorlesung angesprochen.

    Noch ist nicht klar, ob es eine Lösung gibt, da das Budget aufgebraucht ist und keine zusätzlichen Kurse angeboten werden können. Auch ist es aufgrund des Übungscharakter (Mitarbeit ist wichtig, Präsentationen), nicht möglich mehr Studenten aufzunehmen.

    Alle Publizistik- und Kommunikationswissenschaftsstudenten sollen bei der Einheit der 3. oder 4. Gruppe der Übung auftauchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich bin zu diesem Zeitpunkt leider nicht in Wien, habe aber noch Hoffnung.

    Gemeinsame Wave zur Vorlesung Human Computer Interactions und Psychologie Kurzlink: http://bit.ly/wavehci
    Hashtag: (Archiv)

  • Reflexion #uemicro

    Ich habe im Wintersemester 09/10 im Rahmen meines Studiums der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Lehrveranstaltung „Übung Kommunikationsforschung“ von Axel Maireder zum Schwerpunkt Mikroblogging an der Universität teilgenommen. Dies ist die letzte Aufgabe, die an die Studierenden gestellt wurde und ich möchte sie öffentlich beantworten, da ich glaube, dass es auch für andere interessant sein könnte und ich sowieso gerne öffentlich schreibe. Scheint mir meist auch sinnvoller. Und vielleicht hat ja gleich jemand Feedback für mich.

    Die gesamte Forschung wird wahrscheinlich noch veröffentlicht ((Gruppe Internetforschung lohnt sich im Auge zu behalten: http://internetforschung.wordpress.com/)). Ich werde daher nur einen kleinen Überblick geben, was wir gemacht haben und dann die letzte Aufgabe, eine Reflexion, angehen.

    Übung Kommunikationsforschung

    Wir haben uns Mikroblogging (Statusupdates) auf Twitter und Facebook angeschaut. Wobei es schon zu Beginn angezweifelt wurde, ob und in wie weit Facebook sinnvoll ist. Nach einer gemeinsamen Recherche zum Thema, die in einem leider privaten Wiki gesammelt wurde, wurden Gruppen aus zu ungefähren gleichen Anteilen erfahrenen und weniger erfahrenen Usern gebildet, die sich mit speziellen Forschungsproblemen beschäftigt haben. Sampling Facebook, Sampling Twitter, Themenanalyse, Diskursanalyse, Stil- und Strukturanalyse und Nutzeranalyse. Nachdem die Ergebnisse, es ging lediglich um Methoden und einen kleinen Pretest, gegenseitig präsentiert wurden, haben sich erneut Gruppen gebildet, dieses Mal frei nach der Entscheidung der Studierenden. Diese haben nun ein Codebuch für ihren jeweiligen Bereich ausgearbeitet. Top 100 Twitterer, Tweetauswahl, Pinnwand, Stream und meine Gruppe „Die Hashtaggeschichte“. Man könnte auch sagen Themenanalyse, aber würde in nach meinem Empfinden zu weit gehen, da wir uns auf die Hashtags beschränkt haben. Während die Codebücher der anderen Gruppen dann vereint wurden und sich die Gruppenmitglieder an die Analyse gemach haben, haben wir eine Vollerhebung der Hashtags der österreichischen Top 100 User ((nach http://twittercharts.at/)) für einen Zeitraum von zwei Wochen durchgeführt und in Folge analysiert.

    Da neben mir noch ein paar Intensivuser von Twitter bei der Übung waren hat sich auch schnell das Hashtag #uemicro etabliert, über welches innerhalb und nach außen kommuniziert wurde. Leider ist nur noch ein kleiner Teil der Tweets auffindbar.

    Reflexion

    Die Fragen wurden vom Lehrveranstaltungsleiter vorgegeben. Gewünschte Länge Länge 6000 – 9000 Zeichen.

    Welche methodologischen Herausforderungen sind bei der Erforschung von Microblogging zu beachten? Welche methodischen Probleme ergeben sich?

    Private Accounts
    Man kann sich in der materiellen Welt nicht einfach in das Wohnzimmer von jemanden setzen und das gleiche gilt für den digitalen Raum. Gerade bei Facebook ist es ein Problem, dass es nahezu unmöglich ist an die Daten heranzukommen solange man sich nur erlaubten Mitteln bedient. Es gab Ideen von Fake-Usern und von dem Erbitten von Daten der Freunde von Freunden. Ersteres ist von Facebook verboten und würde mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass man nur an User kommt, die von sich aus sehr offen sind und Freundschaftsanfragen von fremden Personen schnell annehmen. Die zweite Methode stelle ich ethisch in Frage. Ich würde daher auch niemals zustimmen, dass jemand die Updates meiner Freunde untersuchen darf ohne dass diese darüber informiert wurden. Sie glauben sich in einer privaten Umgebung und vertrauen mir, dass ich ihre Informationen nicht einfach weitergebe. Sinnvoller würde ich es finden, wenn man eine App programmiert, der User Zugriff auf ihren Statusfeed geben nachdem sie darüber informiert wurden was damit gemacht wird. Somit liesen sich auch vollständigere Datensätze erreichen. Doch hier zeigt sich auch schon was in der Forschung im digitalen Raum eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird, wenn man quantitativ forschen will: Programmierkenntnisse.

    Im Gegensatz zu Facebook sind die meisten Accounts bei Twitter öffentlich und daher ist es nach meiner Meinung auch nicht nötig explizit darauf hinzuweisen, dass man die Tweets für die Forschung verwendet. Über die API ((Programmieren…)) ermöglicht Twitter einen recht guten Zugriff auf die Daten. Aber auch hier gibt es protected Accounts. Geht es bei der Forschung nicht gerade um solche geschlossene Gruppen sondern um den öffentlichen Diskurs auf Twitter, wie bei uns, kann man sie vernachlässigen.

    Grundgesamtheit
    Durch die Werbe-Konsole von Facebook lässt sich sehr genau, soweit die User die Daten angegeben haben, feststellen wie viele User mit welchen Eigenschaften auf Facebook vertreten sind. Jedoch hilft das der Forschung nur begrenzt weiter, weil man die User nicht erreichen kann. Außer durch eine Werbeanzeige. Spätestens jetzt sollte man sich eingestehen, dass man Facebook als solches nicht erfassen kann und sich auf einzelne Phänomene beschränken. Oder wenn man bekannt/groß/mächtig/reich genug ist, einmal bei Facebook anklopfen und fragen, ob man für sie forschen darf und dafür Zugriff auf die Daten bekommt. Facebook beschäftigt sich auch selbst damit: Top 15 Status Terms 2009

    Twitter. Vergiss es. Twitter reicht ein Nickname und eine Mailadresse, die nicht veröffentlicht. Alternativ auch eine Telefonnummer. Statt des Nicknames. Alles andere ist optional und sehr viele Personen geben auch nicht mehr an. Selbst bei Personen, die eine Location angegeben haben, kann man nicht sicher sein, ob sie richtig ist. Siehe Teheran. Ein Pretest von mir hat gezeigt, dass auch oft erfundene Namen angegeben werden. Zahlen zu den Userzahlen von Twitter in Österreich können nicht ernst genommen werden. Es gibt Annäherung und unsere Methode mit der Umkreissuche zu arbeiten, um mehr Orte erfassen zu können, war sicherlich klug. Doch dann ist schon die nächste Frage, ob man nur aktive User zählt und was dies bedeutet. Mit der neuen Möglichkeit, dass jeder Tweet einen Ort als Metainformation besitzt könnte man wieder Aussagen treffen, jedoch vernachlässigt man die riesige Gruppe, die kein Smartphone mit Location-fähigen Twitter Client benutzen. Auch hier hat Twitter selbst als einziger die Möglichkeit ziemlich genaue Angaben zu machen indem sie mit der Geolocation der IP-Adressen der User arbeiten.

    Sampling
    Ohne Grundgesamtheit kein sinnvolles Sampling nach klassischen Methoden.

    Welche, zum durchgeführten Forschungsprogramm alternativen methodischen Settings und Vorgehensweisen wären geeignet, einige dieser Herausforderungen zu meistern?

    Facebook hat viele Daten über die Personen, aber man kommt nicht an sie ran. Bei Twitter hat man auf fast alles Zugriff, aber es gibt fast keine Daten zu den Usern. Jedoch ihre Tweets und mit denen lässt sich wunderbar arbeiten. Wenn man programmieren kann oder viele, viele Studierende hat, die die Daten auswerten. Daher werde ich mich im folgenden auf Twitter beschränken.

    Der Versuch Österreich als ganzes zu erfassen ist aktuell zum scheitern verurteilt. Man bekommt nur grobe Annäherungen. Das Ergebnis ist Murks. Vielleicht reicht einem das. Für mich bedeuten die Erfahrungen in der Lehrveranstaltung, dass man umdenken und endlich diese gedachten Ländergrenzen aufgeben muss. Wir bilden uns Relevanz durch Nähe ein. Doch es funktioniert nicht. Twitter kennt keine regionalen Grenzen. Viel mehr gibt es Sprachbarrieren und thematische Verteilungen, die entscheidend für die Menschen sind. Netzwerkanalyse, Netzwerkanalyse, Netzwerkanalyse. Sobald wir die digitalen Gruppen erfassen können, haben wir die Möglichkeit mehr über sie zu erfahren. (Besonders zu diesem Punkt freue ich mich über Feedback und andere Sichtweisen.)

    Um mit den enormen Datenmengen von Twitter umzugehen, sollte man einerseits verstehen, was die einzelnen Datensätze bedeuten und sie dann mithilfe von Code analysieren. Gerade Visualisierung könnte hier eine wichtige Rolle spielen. Wir arbeiten mit Verteilungen und Verknüpfungen. Twitter-Friends von Benedikt Köhler kann ich nur jedem empfehlen.

    Was gilt es bei der Erstellung eines quantitativen Codebuches insbesondere zu beachten? Wo sehen Sie die diesbezüglich schwierigsten Herausforderungen? Welche Probleme können auftreten und wie können diese Probleme beseitigt werden?

    Gerade bei Twitter sehe ich das Problem, dass Ironie eine sehr große Rolle spielt und es gerade für Personen, die sich bisher nicht in Twitter bewegt haben, oft nicht erkennbar ist, was die Bedeutung eines speziellen Tweets ist. Mehr qualitative Elemente. Sonst sehe ich keine Lösung.

    Und für alles andere empfehle ich irgendein Standardwerk ((Affiliate-Link)).

    Wie beurteilen sie den Ablauf des Forschungsprozesses innerhalb der Übung? Welche Herausforderungen und Probleme haben sich, abseits der methodischen die oben beschrieben wurden, im Zuge der Arbeit ergeben, insbesondere innerhalb der Teams, aber auch bzgl. des zeitlichen Ablaufs, bzgl. des Inputs meinerseits, etc.

    Ich habe einiges gelernt bei der Übung. Was bei der Forschung alles schief laufen kann und, was ich gleich spannend finde, wie andere Studierende das Social Web nutzen und verstehen sowie wie sie zur Forschung und zum Studium allgemein stehen. Ich kann mich an eine Situation erinnern, als sich meine Gruppe in einem Café getroffen hat und ich mich in Small Talk versucht habe. Mir wurde erzählt, wie in anderen Lehrveranstaltungen schamlos gefälscht wurden. Man hat nicht die Ergebnisse etwas anders vorgestellt, sondern sie frei erfunden. Kein einziger Feldeinsatz. Warum auch, man weiß ja selbst besser wie die Menschen sind, da kann man auch ruhig fünfzig Fragebögen selbst ausfüllen. Andere lassen das schließlich von ihren Freunden machen, das sei auch nicht besser. Ich war zu perplex um direkt zu reagieren. Aber ich weiß jetzt wie fucked up mein Studium tatsächlich ist. Doch zurück zur Lehrveranstaltung #uemicro.

    Zu Beginn war alles sehr offen, die Studierenden wurden gefordert ihre Interessen auszudrücken, doch diese haben beinahe darum gefleht Vorgaben zu bekommen. „Wir wissen ja gar nicht was wir machen sollen. Was jetzt geforscht wird.“ Doch ich war nicht besser, bin nicht aufgestanden und habe gesagt, dass ich genau das und das machen will. Vielleicht muss man es uns noch klarer aufs Auge drücken, dass wir uns entscheiden sollen. Oder man lässt es und gibt etwas fertiges vor.

    Ich habe es spannend gefunden, wie es sich entwickelt hat. Glaube, dass einige interessante Ergebnisse dabei sind und weiß zugleich, dass mein Anteil nicht so groß ist wie er sein sollte. Ich habe meine zweite Gruppe, die mit den Hashtags, ziemlich im Stich gelassen gegen Ende hin, weil ich andere Dinge zu tun hatte, meine Zeit sich nicht so dehnen ließ, wie ich es gerne gemacht hätte.

    Die Arbeit im Wiki war gut, die Online-Chat-Session zum vergessen. Wenn das Team nicht aufeinander eingestimmt ist, dann braucht es mehr als bloß Text. Vielleicht hätte eine Telefonkonferenz geholfen.

    Die Einzelsessions für meine Gruppe waren großartig. Direktes Feedback und Diskussion. Jedoch sind die anderen Gruppen, soweit ich es weiß nicht in diesen Genuss gekommen. Zwei Mal im Semester sollte man die Möglichkeit haben in Gruppen von maximal 8 Personen mit dem Lehrveranstaltungsleiter zu diskutieren, über den Fortschritt reden, Probleme und die nächsten Schritte. In der großen Gruppe klappt dies nicht.

    Es gab bei einigen ein Motivationsproblem und bei anderen ein Zeitproblem. Das erstere hängt in meinen Augen damit zusammen, dass die Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Wien nicht wissen, was sie eigentlich sind. Zu Beginn des Studiums werden noch große Töne gespuckt, dass man eine wissenschaftliche Vorbildung sei, man danach keinen Beruf hätte, sondern wisse wie man wissenschaftlich arbeite. Leider wird dann immer gleich drangehängt, dass das auch ganz toll ist, wenn man Journalist werden will. Oder in die PR oder für Marktforschung. Spätestens wenn die Praxisfelder anfangen ist man in einer journalistischen Ausbildung. Leider einer eher schlechten. Multimediajournalismus. Alleine das Wort ist schon schrecklich. Print, PR, Hörfunk, TV und so weiter. Selbst in der Kommunikationsrechts-Vorlesung wurde mir beinahe bei jedem Termin erzählt, was wir als Journalisten einmal beachten müssen.

    Mein erstes Team, wo man mich als Intensivnutzer mit Normalnutzern und Wenignutzern zusammengesteckt hat, war, zumindest für mich, nervig. Eine der anderen Personen war interessiert daran, was ich über die Dienste und bisherige Forschung wusste, der Rest hat mich entweder ignoriert, mein Leben in Frage gestellt „Da hat man ja keine Zeit für Freunde mehr.“ oder sich über meine Arroganz beschwert. Das macht keine Freude und so sagt man immer weniger und twittert stattdessen über die in den eigenen Augen dummen Aussagen der anderen. Grundsätzlich begrüße ich den Wissenstransfer zwischen Studierenden, aber in der Gruppe war es nur schwer möglich.

    In der zweiten Gruppe war es schon anders. Einerseits kannten wir uns schon und andererseits brachte jeder viel Wissen und Interesse zum Themengebiet mit, sodass ich viel mehr gelernt habe und ich glaube die anderen auch.

    Im großen und ganzen bin ich zufrieden mit der Übung. Der Forschungsprozess war erst zaghaft, ist dann aber in die Schwünge gekommen und hat zu annehmbaren Ergebnissen geführt. Das Thema hat mich interessiert und ich habe etwas gelernt.

    Machs doch besser

    Und sollte ich noch interessierte Publizistik- und Kommunikationswissnschaftenstudierende unter meinen Lesern haben, freut es mich ankündigen zu können, dass ich nächstes Semester gemeinsam mit Helge Fahrnberger eine Übung Mutimediajournalismus halten. Da ich selbst noch Student an der Uni bin, kann ich selbst keine halten, aber sie akzeptieren mich als Assistenten. Oder sowas ähnlichen.

    Weitere Infos gibt es bei Helge: Kobuk
    Einen Logowettbewerb gibt es auch und ihr könnt auch als Nicht-Studierende mitmachen, wenn ihr euch für (österreichische) Medien interessiert.

    Vorhang auf!

  • Studium 2.0 – Eine Ideensammlung

    „Und wenn alle Lehrenden das Internet verstanden haben, wird hoffentlich das sinnbefreite Auswendiglernen ein Ende haben“ – Luca Hammer 24. November 2008

    Es gibt an den Universitäten einige Professoren, die sich gerne selbst zitieren, daher habe ich mir die Freiheit genommen, das auch einmal zu machen. Allerdings habe ich die Originalquelle, also mich, nicht mehr gefunden und musste auf Heinz Wittenbrink (Twitter) zurückgreifen. Da dieser an der FH Joanneum in Graz unterrichtet verleiht dem ganzen eine interessante Richtung. Doch dies nur als Einstieg.

    Manche wissen es, andere erfahren nun, dass ich seit September letzten Jahres an der Uni Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studiere. Doch über die Inhalte des Studiums möchte ich an dieser Stelle gar nicht zuviel schreiben, da braucht es noch einen eigenen Beitrag. Viel mehr interessieren mich die verschiedenen Möglichkeiten, wie man die aktuellen Möglichkeiten des Internet nutzen kann, um das Studium sinnvoll zur Weiterbildung nutzen kann und es nicht nur ein Zeitfresser im Alltag ist. Im folgenden werde ich mich spezielle mit Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, kurz PuKW, an der Uni Wien beschäftigen, aber viele Punkte wird man auch auf andere Studien umlegen können.

    Aktueller Stand

    Die Universität ist weit vom aktuellen Stand entfernt, aber dieses Problem beschränkt sich nicht nur auf die Technik, die online eingesetzt wird sondern auch was die Lehre selbst und die Verwaltung betrifft. Die Gründe dafür sind vielfältig. In meinen Augen ist eine große Schwierigkeit die der Verantwortung. Zu oft werden Dinge einfach an andere Personen weitergegeben bis sie in irgendeiner Schublade verstauben oder weggeworfen werden.

    Ich kritisiere, dass sich viele der Lehrenden nicht mit aktuellen Entwicklungen in der Medienwelt auseinandersetzen und dieses an die Studenten weitergeben. Ich erwarte nicht, dass sich jeder der etwa 1500 Studienanfänger pro Semester mit dem Internet beschäftigt, weil es in der heutigen Welt noch nicht die selbe Macht besitzt wie klassische Massenmedien, aber wenn sich jemand damit beschäftigt sollte er oder sie es richtig machen. Zu viele Arbeiten zu dem Thema sind mir bereits untergekommen, die schon im Titel falsch waren und sich dies in der Arbeit durchgezogen hat. Dieses Problem führe ich auf zwei Dinge zurück. Auf der einen Seite das grundsätzlich fehlende Interesse am wissenschaftlich arbeiten. Oft hört man den Satz, dass die Studenten Journalisten oder ähnliches werden wollen und auch in einigen Arbeitstechniken wird dies suggeriert, aber dann ist dieses Studium falsch. Man kann damit ein guter Journalist werden, aber wenn man studiert dann sollte man ein gewisses wissenschaftliches Interesse mitbringen oder den Mut haben das Studium wieder zu beenden, wenn es nicht so ist.

    Ich kritisiere das Online-Angebot der Universität Wien. Zwar gibt es Ansätze dieses zu verbessern, aber wenn man weiß was möglich ist, kann man nur den Kopf schütteln. Momentan gibt es drei große Onlineplattformen, die parallel genutzt werden. Deren Bedienung ist teilweise umständlich und viele Studenten kennen sich nicht aus. Weiters kommen noch verschiedenste Anmeldeseiten und das Forum der IG Publizistik hinzu. Auch ein Wiki wurde aufgesetzt, welches momentan unerreichbar ist.

    Positive Ansätze wie Audio- und Videostreaming werden unnötig kompliziert gemacht und die Server zu klein konzipiert. So kann man den Audiostream herunterladen, Video jedoch nur wenn man sich auskennt und das tun die wenigsten. Die offiziellen Foren sind in der Bedienung äußerst schlecht und werden von vielen Studenten gar nicht genutzt. Hinzu kommt die fehlende Kompetenz vieler mit dem Forum umzugehen, wenn es beispielsweise darum geht die Suche zu benützen oder Dateien hochzuladen.

    Mitschriften werden per Mail getauscht, auch wenn es ein paar positive Beispiele gibt, wo jemand das ganze Semester dranbleibt und seine Mitschrift netterweise hochlädt und somit der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Dass es nicht umsonst ist, konnte ich dabei auch sehr gut beobachten, weil diesen Leuten als erstes geholfen wurde, wenn sie eine Frage hatten. Mitschriftverzeichnisse werden zur Schließung gezwungen oder verstecken sich als wären sie Verbrecher. Ein paar kommerzielle Angebote mit winzigem Angebot wollen persönliche Daten sodass man erst nach Registrierung feststellen kann, ob sich ebendiese lohnt.

    Solidarität unter den Studenten gibt es nur selten. Die meisten lernen stur auf die nächste Prüfung und sind froh, wenn sie ansonsten nicht zuviel vom Studium mitbekommen.

    Umdenken

    Mir geht es in diesem Beitrag nicht darum wie die Universität das Studium verbessern kann, sondern wie wir, die Studenten, mehr aus dem Studium herausholen können. Es ist mir klar das die Universität einen großen Anteil daran hat,wie die Studenten durch das Studium gehen, aber ich glaube nicht, dass man diesen Apparat in kurzer Zeit ändern kann. Dennoch werde ich mich in einem der nächsten Beiträge damit beschäftigen, wie man das Studium von Universitätsseite aus verbessern kann.

    Als Student habe ich die Möglichkeit, dass ich von heute auf morgen die Art des Studierens ändere. Ich kann freiwillig Literatur lesen, die mich interessiert und in Lehrveranstaltungen meine Sichtweisen einbringen. Es steht mir frei mir jegliches Wissen anzueignen und meine ungenützte Zeit, von der man in vielen Studien ausreichend hat, einzuteilen wie ich es für sinnvoll halte. Dafür ist jedoch ein Umdenken nötig. Weg vom Fokussieren des Abschluss, hin zum wissenschaftlichen Denken.

    Oft sitze ich in Lehrveranstaltungen und das Desinteresse der anderen Studenten versucht mich direkt niederzuknüppeln. Ein Beispiel. Es geht darum, dass man auf Präsentationen konstruktives Feedback gibt. Aus Zeitmangel werden mehrere Präsentationen nacheinander gehalten, bis es Feedback gibt. Die Studenten wiederholen grundsätzlich, was die, die zuerst drankommen gesagt haben und wissen teilweise nicht einmal wie viele Präsentationen waren. Drei oder fünf, waren eh alle ganz gut, so frei gesprochen und die Folien waren auch ok. Ich zähle einige negative Punkte auf, versuche auch positives hervorzuheben, was mir teilweise schwer fällt. Ich bin aber auch nicht viel besser. Auf einige Prüfungen lerne ich einfach den Fragenkatalog auswendig, nicht weil mich der Inhalt der Vorlesung nicht interessiert, sondern weil ich faul bin und die Fragen so gestellt sind, dass man mit auswendig lernen eine bessere Note bei weniger Aufwand bekommt.

    Ich sehe es beim Studium gleich wie bei der Arbeit. Es muss Spaß machen. Man kann nicht für alles Interesse aufbauen und in sich für jeden Teil des Studiums begeistern. Wie schafft man es nun aus dem Studium trotzdem mehr herauszuholen, als bloß einen akademischen Titel? Ich sehe im Internet nicht die Lösung für alle Probleme, sondern nur als Tool, welches Dinge erleichtern und verbessern kann. Ein paar Ideen.

    Netzwerk aufbauen

    Oft wird gesagt wie wichtig es ist während des Studiums ein Netzwerk aufzubauen, welches einem im späterem Leben helfen kann. Ich halte wenig von Personen, die zwanghaft Leute kennen lernen, möglicherweise umfassende Adressbücher führen, mit welchen sie immer wissen, wer ihnen gerade weiterhelfen kann. Wichtiger sind echte Freunde. Menschen, denen man lieber gibt, als nimmt und dennoch nicht ausgenutzt wird. Wenn ich aber vom Netzwerk aufbauen spreche, geht es nicht um das persönliche, sondern um das der Studenten allgemein.

    In meinen Augen wäre es die Aufgabe der Studienvertretung, allerdings scheint diese dabei nicht besonders erfolgreich zu sein. Das einzige was funktioniert sind die Parties, ob sich dadurch mein Studium verbessert, ist eine andere Frage. Schaut man sich die aktuelle Entwicklungen an, die Studieneingangsphase des Publizistik- und Kommunikationswissenschaftenstudium wurde in zwei Module unterteilt, durch welche ein Quereinstieg im Sommersemster fast unmöglich gemacht wird. Die Studienvertretung hat dagegen protestiert, jedoch ohne Erfolg. Mit einem guten Netzwerk könnte man hier wesentlich mehr Druck ausüben.

    Es liegt sowohl am Mindset der Studenten, als auch bei den Möglichkeiten näher zusammenzurücken. Das Forum funktioniert mehr oder weniger. Vor allem die Bereiche, wo es darum geht, dass sich jemand nicht auskennt oder wie man eine Prüfung schafft. Der Bereich, wo Studenten ihre Wünsche, Anregungen und Ideen an die Studienvertretung herantragen können ist mit einem einzigem Beitrag schwach bestückt. Offensichtlich entsteht im Forum kein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

    Auf Facebook gibt es eine Page wo man Fan von der IG Publizistik werden kann, obwohl es auf der Startseite der Studienvertretung angekündigt wird, überrascht es mich nicht, dass es momentan nur knapp über 50 Fans gibt. Die Community meines Blogs umfasst etwas mehr als 80 Mitglieder. Bedenkt man, dass jedes Semester über 1000 Studenten dieses Studium beginnen eine winzige Zahl.

    Ein anderer Ansatz ist sind die Erstsemestrigentutorien. Höhersemestrige Studenten treffen sich mit Erstsemestrigen, gehen etwas trinken, tauschen sich aus, helfen weiter. Ich war zu Beginn des Studiums bei ein paar, aber habe schnell die Lust verloren. Ein bisschen über die Professoren lästern, ein paar Tipps und viel Alkohol. Keine kritischen Diskussionen, keine Anregungen für ein besseres Studium, nichts spannendes.

    Wichtig wäre präsent zu sein und die Studenten anzuregen sich zu vernetzen. Ihnen immer wieder vor Augen führen, welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben und dass es wichtig ist, wenn man will, dass das Studium mehr als auswendig lernen ist. Dazu werden aber auch die richtigen Tools benötigt. Die aktuelle Website ist bereits fünf Jahre alt und der Blog wird zu wenig genützt.

    Lernen erleichtern

    Tausende Studenten, die Semester für Semester Stoff auswendig lernen. Viele schreiben selbst in der Vorlesung mit, manche teilen ihre Mitschriften mit anderen und andere suchen sich zusammen was sie brauchen. Oft von Leuten, die sie persönlich kennen, aber auch immer öfter übers Internet. Hier hat es einen guten Ansatz gegeben, ein Wiki wurde aufgesetzt, doch dieses ist momentan unerreichbar. Wichtig ist es vorhanden Inhalte einzupflegen und die Studenten dazu anzuregen am Wiki mitzuarbeiten. Es sollte bei der Anzahl nicht besonders schwer sein ein umfassendes Nachschlagwerk für jede Vorlesung zu erstellen. Prüfungsfragen von vergangenen Terminen und Links zu Zusatzliteratur. Weiter könnten viele Begriffe erklärt werden, wodurch man sich nicht immer wieder durch Standardwerke wühlen muss und der Professor dann doch etwas anderes erwartet.

    Es reicht wenn zu Beginn nur eine kleine Gruppe am Wiki arbeitet, wenn andere stehen wie sehr es das Studium erleichtert, werden sich neue finden, die es aktuell halten und mitarbeiten. Aber die Studenten müssen wissen, dass es ein Wiki gibt und dass sie mithelfen müssen.

    Weiters kann man sich ein Verzeichnis für Lerngruppen überlegen. Entweder im Forum oder im Wiki.

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    Man wird es nie schaffen alle Studenten zu erreichen. Viel zu viele haben eine falsche Vorstellung vom Studium und ziehen es trotzdem durch. Sie interessieren sich nicht für die Forschung, sondern wollen nur möglichst bald fertig sein. Am besten mit wenig Aufwand. Aber es gibt auch andere.

    Ich bin davon überzeugt, dass es sehr spannende Leute in diesem Studiengang gibt. Diese gilt es zu finden. Kein elitäres Netzwerk, aber eine Gruppe von Menschen, die mehr wollen. Studenten mit Visionen. Aufzeigen was möglich ist. Aktionen, die inspirieren. Gemeinsam kann man einen neuen Weg durchs Studium finden, sich gegenseitig pushen und sich mit den wirklich interessanten Dingen beschäftigen.

    das heißt?

    Es braucht Veränderung. Die Studenten, die etwas ändern wollen, müssen sich vernetzen und die Masse an ihrem Vorsprung teilhaben lassen.

    Aufhören zu jammern und die Sache selbst in die Hand nehmen.

    Bild: Wesley Fryer
    Teile des Beitrags inspiriert durch Hannes

  • Semester 2 – Ein Ausblick

    Die Studieneingangsphase klingt nicht sehr interessant, ist sie auch nicht. Es gibt einzelne Einheiten oder Tutorien, die wirklich spannend sind, aber bei mir waren sie eher die Ausnahme. Doch gerade wegen diesen, bin ich jedes Mal, wenn ich meine Entscheidung angezweifelt habe, zu dem Schluss gekommen, dass sie richtig war und ich weiterhin PuKW studiere möchte.

    Die ersten LVs im zweiten Semester zeigen mir, dass es so ist. Ich beginne das Studium richtiggehend zu genießen. Wie kommt dies? Was ist anders?

    Auf der einen Seite sind immer noch STEP 2 und 6 inklusive Fachtutorien zu absolvieren. STEP 2 ist Mediengeschichte, nicht gerade mein Favorit, aber die erste VO war dennoch recht interessant. Es ging darum warum Kommunikation entstanden ist. Es ging um Horden und Religion. Im Fachtut geht es um Piratensender in Österreich. STEP 6 Medienkunde. Da haben wir bisher nur einen Semesterüberblick bekommen und den Begriff Medium wiederholt und daher kann ich noch nicht wirklich viel über die VO sagen. Das Fachtut dazu erscheint mir dafür umso besser: „Zeitung im Netz – Medienkunde am praktischen Beispiel Gemeinsam werden wir eine kleine Online-Zeitung planen, erstellen und füllen und damit den Inhalten der Vorlesung auch von praktischer Seite näher kommen.“. Im PS STEP 5 wird die Forschung fertig geplant und anschließend durchgeführt.

    Eigentlich wollte ich noch ein paar Wahlfächer dazunehmen, schließlich besteht die Hälfte des 90 Semesterwochenstunden umfassenden Publizistik- und Kommunikationswissenschaftenstudiums aus solchen, aber ich habe zu lange gewartet. Dafür bin ich mir sicher, dass ich nächstes Semester einige LVs aus den Vergleichenden Literaturwissenschaften und Psychologie besuchen werde.

    In diesem Semester mache ich noch weitere VOs aus PuKW selbst, die zwar erst ab dem dritten bzw. vierten Semester empfohlen werden, aber keine Voraussetzung haben. Bisher hatte ich wie auch bei KPOL keine Probleme.

    KSOZ – Kommunikationssoziologie. PSYCH – Kommunikiationspsychologie. OEKO – Medienökonomie. Und zwei Vorlesungen zu Praxisfeldern, von denen man drei machen muss. PR und MUME (Multimediajournalismus).

    Diese VOs sind bisher einfach toll. Frank Hartmann, der Vortragende von MUME, hat auch eine eigene Website, die er selbst verwaltet und wo es aktuelle Infos zu den VOs gibt. medienphilosophie.net. Die erste Aufgabe, die wir bekommen haben, ist einen Bericht zur aktuellen Diskussion zum Online-Journalismus zu schreiben. Während aktuell bei den STEPs innerhalb der letzten zehn Jahre bedeutet hat, geht es hier um ein paar Tage. Es ist nicht trockene Theorie, sondern es geht um Dinge, die jetzt passieren, die unsere Gegenwart und Zukunft sind.

    Das nächste Mal gibt es alle Infos, die man zum inskribieren wissen sollte. Falls es noch irgendwelche Fragen gibt, könnt ihr sie hier in die Kommentare posten oder mir per Mail schicken.

  • STEP 4 – Einführung in die kommunikationswissenschaftliche Forschung (Peter Vitouch)

    ECTS: 5
    SWS: 2

    Eine etwas anspruchsvollere und teilweise umso langweiligere Vorlesung.

    Wie der Name schon sagt, geht es um die Forschung. Dies bedeutet man lernt verschiedene Methoden und deren Umsetzung kennen. Da ich lediglich einen kleinen Einblick und keine Zusammenfassung geben will und kann, werfe ich einmal ein paar Begriffe in die Runde, damit sich jeder ein Bild machen kann worum es in der Vorlesung geht.

    Alphafehler, Analyseeinheit, Analyseeinheit, Analytische Statistik, Ausschöpfung, Befragung, Codebogen, Codebuch, Codecs, Codierung, Common Sense Theorien, Deduktive Methoden, Induktive Methoden, Inhaltsanalyse, Dispersionsmaße, Empirismus, Empirizismus, Feldforschung, Gruppendiskussion, Fischernetzparabel, Hermeneutik, Heuristik, Inferenzstatistik, Intercoderealibilität, Konfidenzintervall, Konfidenznieveau, Korrelation, Klumpenstichprobe, Kreuztabelle, Phänomenologie, Positivismusstreit Quantitative und Qualitative Methoden, Realgruppe, Signifikanz, Stichprobe, T-Test, Validität, Varianz, Wahrscheinlichkeit, Zuverlässigkeit.

    Laut höhersemestrigen Studenten soll die Prüfung eine der schwersten des gesamten Studiums sein und ich denke sie haben damit recht.

    Neben all den Begriffen lernt man aber auch interessante und überraschende Dinge. Beispielsweise wenn tausend Studenten versuchen eine Regelmäßigkeit in einer Zahlenreihe zu erkennen, um danach zu erfahren dass es die Lottozahlen waren und kein System dahinter steckt. Zuvor haben mehrere Studenten erklärt, wie es funktionieren könnte.

    Herr Vitouch wird auch manchmal als Highsociety-Professor hingestellt, da er sich gerne in der Öffentlichkeit präsentiert. Mir persönlich war seine Art etwas zu monoton, andere haben ihn als sehr angenehm empfunden. Er hält die Vorlesung auch nicht alleine, sondern mit zwei Kolleginnen, die jeweils zwei oder drei Einheiten gehalten haben. Die Namen sind mir leider entfallen. Einerseits wurde versucht die Statistik zu erklären, was zumindest bei mir kläglich scheiterte und andererseits wurde über die Feldforschung anhand der persönlichen Erfahrung der zweiten Professorin gesprochen, was ich als sehr interessant und als gute Abwechslung zu den trockenen Inhalten empfunden habe.

    Das Thema des begleitenden Tutoriums war bei mir Radiowerbung, wo wir viel lernten aber auch der Aufwand dementsprechend groß war. Ich möchte mich nicht darüber beschweren, dass Studenten auch einmal etwas machen müssen, aber subjektiv ist mir vorgekommen, dass ich für dieses Tutorium mehr als für das PS zu STEP 3 gemacht habe. Wir hatten mehrere Präsentationen, führten eine Gruppendiskussion durch und bekamen regelmäßig Hausübungen auf.

    STEP 4 ist eine aufwändige Vorlesung zum Forschungsprozess allgemein.