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Liber I: De facie personae primae

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Mort war also ein so unsäglich normaler Mensch, dass wohl niemand auch nur im Entferntesten über die Erwägung eines Gedankens daran, ein Buch über ihn zu schreiben, nachgedacht hätte. Doch wie sehr wäre, meine lieben Leser, so eine langweilige Schwarte der Geschichte, welche diese hier noch zu werden droht, vorzuziehen. Es mag langweilig sein, aber wenigstens sicher.

Harold Mortison war ein Junge in seinen besten Jahren, kurz vor seinen schlechtesten. Er besuchte gezwungenermaßen ein Gymnasium in einer kleinen europäischen Stadt, deren Name nicht genannt werden darf. Nein wirklich, das darf er nicht, es wurde ihm verboten. Seine Freunde, und eigentlich auch alle anderen, nannten ihn Mort, weil es leichter über die Lippen geht beziehungsweise zu buchstabieren ist. Sein Aussehen ließe sich mit drei Wörtern zur Genüge beschreiben – blond, groß und dünn; wobei mir gerade aufgefallen ist, dass man die beiden letzten Adjektive bestimmt auch in einem einzigen ausdrücken könnte, wenn man sich damit näher befassen und darüber nachdenken wollte. Einigen romantischen oder optimistischen Leserinnen und Lesern mag diese Beschreibung recht hübsch erscheinen, aber lasst mich euch darauf hinweisen, dass dieselbe auch auf den Großteil unserer Besen zutrifft.

… nächstes Mal fängt die Geschichte an. Versprochen.

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