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Bloggen ist out [blogparade]

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Liechtenecker fragt.

Bloggen ist outWie lange bloggst du schon?
Seit Zwei Jahren und zwei Tagen.

Wie viele Beiträge veröffentlichst du regelmäßig?
1,11 Beiträge pro Tag.

Bist du mit anderen Bloggern gut vernetzt, kennt ihr euch persönlich?
Ich kenne fast ein Drittel der Blogger, die ich lese, persönlich und dank Blögger werden es noch mehr werden. Der nächste Blogtail findet noch diesen Monat statt und ich hoffe, dass sich wieder viele Blogger aus Wien und Umgebung sowie deren Leser kommen werden. Ankündigung kommt in den nächsten Tagen.

Ist bloggen deiner Meinung nach out?
Für manche „Ur-Blogger“ ja. Viele haben es ausprobiert und bemerkt, dass es nicht das richtige für sie ist. Für mich ist fernsehen auch out und trotzdem hängen jeden Tag Millionen vor der Flimmerkiste.

Derzeit bemerke ich einen Trend, dass die Heavy-Blogger sehr aktiv bei Twitter sind, weil sich dort erneut ein Early-Adoptes-Kreis bildet. Man ist wieder unter sich und näher als je zuvor. Es ist nicht mehr ein globales Dorf, sondern eine globale Wohngemeinschaft.

Bloggen wird man trotzdem weiterhin. Ob es in oder out ist spielt keine allzugroße Rolle. Subjektiv würde ich jedoch behaupten, dass der Peak noch nicht erreicht wurde.

Was könnte danach kommen, wie sieht der Blog der Zukunft aus? (Microblogging, Mobile-Blogs..)
Hätte ich erst die Fragen gelesen, würde nun hier der Satz zu Twitter stehen.

Meine Vision beinhaltet eine Loslösung der Inhalte von den Blogs, Mikroblogs oder was auch immer. Bisher gab es lediglich die Trennung von Design und Inhalt, doch diese hat zugleich neue Möglichkeiten der Verbreitung von Inhalten gebracht. Im Moment werden die Inhalte linear verteilt. Es gibt eine Quelle, deren Feed in verschiedene Services einfließt. (siehe auch Über-Aggregatoren und ihr Versagen) In Zukunft könnte es sein, dass auch wieder etwas zurückkommt. Wenn ein Blogeintrag bei Facebook erscheint und dort jemand kommentiert, erscheint der Kommentar auch im Blog und allen anderen Services, die den Beitrag anzeigen. Die Inhalte werden nicht mehr so zerrissen werden wie es im Moment der Fall ist.

Hat man als neuer Blogger noch Chancen viele Leser zu bekommen?
Ja.

Man muss sich aber erst einmal Gedanken machen warum man überhaupt bloggt und wen man erreichen will. Wenn das Ziel schnell viele Leser zu bekommen ist, dann hängt man sich an populäre Themen. Was in den Massenmedien vorkommt beschäftigt die Leute. Diese Themen kann man sich heraussuchen und etwas dazu schreiben.

Geht es darum treue Leser zu bekommen, die immer wieder kommen und den Feed abonnieren, sollte man sich auf einen Themenkomplex beschränken und Qualität liefern. Dann entstehen Special Interest Blogs, wie das Gärtner Blog, welche mehr Traffic erzeugen als Blogriesen wie Robert Basic.

Über den Tellerrand schauen muss die Devise sein. Blogger mögen Blogs und schreiben über das Internet. Das Leben und der Normalmensch (darf man das schreiben?) beschäftigt sich aber mit tausenden Themen.

Der Shopblogger oder das Bestatterweblog ist nicht so populär, weil sie übers bloggen schreiben sondern wegen den Inhalten. Es geht darum was und wie es geschrieben wird.

Es gibt noch viel Potential, welches man nur aufspüren muss.

Mit einem weiteren Web 2.0 oder Geld-im-Interne-machen-Blog wird man nicht mehr viele Leute hinterm Ofen herauslocken.

Wirst du dein Leben lang bloggen?
Ja. Vielleicht nicht in der Form eines Blogs, aber ich werde wohl immer Inhalte und Gedanken ins Internet stellen.

Bild: mexicanwave


Update:
Zur Auswertung

Teilnehmer:

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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