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Die glorreichen Sieben [stöckchen]

14 Kommentare

Stöckchen sind langweilig und machen Blogs kaputt. Stöckchen interessieren nicht und werden von Bloggern nur verwendet, weil ihnen selbst nichts mehr einfällt.

Hier kommt der Gegenbeweis.

Denis von gorgmorg hat ein Stöckchen entworfen, das anders ist. Ein Stöckchen, das nicht einfach im Blog liegen bleibt, sondern gegen einige Übel unserer Welt ankämpft. Vor allem geht es um Fantasie, Geschmack und Kunst. Es geht ums Kochen. Es geht um das Kreieren eines Gerichtes. Die Zutaten dafür werden vorgegeben.

Die Glorreichen Sieben Regeln:

  1. Eine der sieben Zutaten musst du durch eine eigene ersetzen. Ausnahme: Wenn du auf vegetarisch/vegan einstellt bist, kannst du auch die anderen unpassenden Aspekte ersetzen.
  2. Bitte nimm nichts ausgesprochen Kostspieliges oder Exotisches, damit man es auch wirklich nachkochen kann. Wenn es geht, halte die Beschreibungen der Zutaten möglichst neutral, also am besten keine Markennamen, wenn es geht.
  3. Kleinigkeiten wie "Ein Esslöffel Öl”, Essig oder Gewürze zählen nicht.
  4. Du musst es nicht wirklich nachkochen, aber genau beschreiben, was du mit all dem Kram (und nicht nur einem oder zwei) machst – wenn du es kochst, was wirklich grandios wäre, dann idealerweise mit Bild!
  5. Wie immer bei Stöckchen wäre ein Link zum inspirierenden Beitrag ganz super!
  6. Wenn es schmeckt, packs doch in den fressmorg, wenn du magst.
  7. Das Gericht braucht unbedingt einen Namen!

Die Glorreichen Sieben Zutaten

  1. Kartoffeln
  2. Speck
  3. Eier
  4. Putenbrust
  5. Zitronen
  6. Erdbeeren
  7. Brötchen/Semmeln

Die ZutatenEs geht los. Zuerst ersetze ich die Brötchen, welche ich durch die Kartoffeln nicht brauche, durch Marillen. Die erste Idee war eine exotische Soße aus diesen zu machen. Es kam jedoch anders.

Zuerst habe ich den Speck gewürzt. Ein bisschen Kreuzkümmel und viel Pfeffer. Gefüllte HühnchenDanach würden die Hühnchenbrust in Stücke geschnitten und diese aufgeschnitten, sodass Taschen entstanden. In diese wird der Speck gesteckt. An dieser Stelle habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe die Stücke zu dick gemacht und dadurch musste ich sie am Ende länger als gut abbraten. Dadurch wurden sie außen zu dunkel und innen gerade einmal durch. Besser wäre es gewesen, wenn der Speck schon ordentlich Geschmack an das Hühnchen abgibt.

PanadeDie gekochten Kartoffeln werden zu einem Püree zerdrückt und mit den Eiern vermischt. Falls die Masse zu flüssig wird, kann man etwas Mehl oder Kartoffelstärke hinzugeben. Gewürzt wird mit ein bisschen Salz und viel Zitrone.

Nun muss man sich entscheiden, ob man Hühnchen in Zitronemantel oder Hühnchen und Zitronenpuffer machen möchte. Ich habe mich für das erste entschieden und die gefüllten Hühnchenstücke in der Zitronen-Kartoffel-Panade verpackt. Danach wurden sie in ein bisschen Sonnenblumenöl abgebraten.

Fertig! Aufgrund der dicken Panade, welche man auch als Puffer servieren könnte, habe ich ich auf Beilagen verzichtet. Die ansonsten typischen Zitronenscheiben werden ebenfalls nicht benötigt. Eine Quarksoße könnte das Gericht noch etwas auflockern.

Stop! Wo sind die Marillen? Und die Erdbeeren?

Mit diesen habe ich ein leckeres Marillen-Erdbeer-Sorbet gemacht. Für alle, die mit dem Geschmack des Gerichtes nichts anfangen können. Es werden einfach Marillen und Erdbeeren entkernt und von Grünzeug befreit, in einen Mixer geworfen. Je nach Eigengeschmack Zucker hinzufügen. Danach kommt es in den Tiefkühlschrank. Soll es ein echtes Sorbet werden, muss man es etwa drei Stunden dort lassen. Immer wieder kontrollieren und etwas umrühren, damit es gleichmäßig gefriert. Am Ende wird es noch einmal kurz gemixt und dann serviert. Ich habe mich damit begnügt, dass es kalt war und nicht mehr ganz so flüssig war. Sehr lecker.

Name des Gerichtes: Hühnchen in Zitronenmantel und Marillen-Erdbeer-Sorbet
Die Kreativität ist schon für das Gericht verbraucht worden.

Weitere Gerichte: MAYLAS OFENBERGE, caesars mediterrane Putenbrust mit Erdbeerbrötchen, Apfelbrust mit Sesamsprossen und Bambuskartoffeln (à la Ikarus), Ein Gourmet-Genuss;

Ich werfe das Stöckchen weiter zu Martin.

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. Ihr seid alle so viel besser und fleißiger als ich. Natürlich war es so gedacht, das die Leute immer die Zutaten des letzten Verfassers übernehmen und nicht die vom Ur-Gericht. Das macht doch viel mehr Spaß. Nur als Hinweis.

    Das liest sich lecker.

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  2. Hmm… Denis, gute Idee… aber schwieriger umzusetzen, denke ich… da so viele bei dir „abschreiben“…

    Kompliment, Luca… Besonders das Sorbet lacht mich ganz brutal an. Da wär ich gern zum Essen zu Gast!

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  3. @Denis
    Man könnte im Fressmorg eine Seite erstellen, wo die jeweils aktuellen letzten Zutaten stehen. Und wenn jemand das Stöckchen bekommt, kann er dort nachschauen, was gerade aktuell ist.

    Auf der anderen Seite können nach dem jetzigen Weg viele verschiedene Richtungen entstehen.

    @Mayla
    Das Sorbet war auch das beste. #husthust

    Habe mich beim würzen etwas vertan. Mit nachwürzen kein Problem, aber eben nicht wie ich es mir gewünscht hätte. Das nächste Mal dann.

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  4. Wow, exklusiv für mich, damit ich es auch wirklich mache. Danke.
    Ich freu mich schon drauf.
    Deins klingt schonmal gut.
    Hab garnicht gewusst dass Sorbet so simpel ist!

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  5. @MC
    Das gestrige war ein typisches Stöckchen, wo man mehr über die eigenen Gewohnheiten und die von anderen erfährt. Dieses ist ein Aufruf wieder mal etwas zu kochen und kreativ zu sein.

    @Lisa
    Das mit den Kochen glaube ich dir nicht. Wenn ich wieder in Wien ist, können wir uns zusammenrufen. Oder msnen. Oder so.

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  6. Werde zwar aus den Stöckchen nicht ganz schlau, bin neu hier, aber dass aus den Stöcken ein lecker Hühnchen im Zitronenmantel wird, motiviert mich zum Nachkochen. Da werd ich mal mein Kochstöckchen zücken und das Ausprobieren. Hoffe es wird genauso lecker, wie es auf den Bildern aussieht. Mahlzeit jedenfalls!

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  7. MIr geht es ähnlich wie Sarah, aber ich stelle mir dann einfach vor, dass es sich hier um mein LIeblingsspeise handelt. Zumindest passt es teilweise :-)

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  8. Auweia, ich bin überhaupt nicht gut im Kochen. Wie lieb, dass mich keiner bedacht hat. Die Fotos wären unglaublich schrecklich und bestimmt nicht jugendfrei geworden. :(

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