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Was ist Schönheit?

31 Kommentare

Schlank„Sieh mal die Kleine da drüben. Die ist ja heiß.“
„Ih, die ist ja viel zu fett. Dass die sich überhaupt traut etwas bauchfreies zu tragen. Da schwabbelt ja alles.“
„Na besser als deine magersüchtige Freundin. Das ist ja pervers, wenn die im Bikini unterwegs ist. Man sieht jede einzelne Rippe.“
„Na klar sieht man die. Weil sie eben nicht so fett ist wie die da drüben. Schau dich mal um, Rubens ist gestern.“

Jedes Gramm ist zuviel. Am besten sieht eine Frau aus, wenn sie nur noch ein Skelett mit ein paar Hautfetzen ist. Diese dürfen aber auf keinem Fall glänzen. Könnte ja Fett sein. Schon Kleinkinder müssen Diät machen und bekommen eine spezielle Ernährung, die verhindert, dass sie dick werden. Begründet wird es mit der Möglichkeit, dass das Kind gehänselt werden könnte. Dicke Kinder haben es sowieso schwerer. Im Sport, beim Freunde finden, beim Schönheitswettbewerb.

Habt ihr schon einmal dünne Eltern mit dicken Kindern gesehen? Dicke Eltern mit dünnen Kindern? Abgesehen von einigen Ausnahmen sehen Kinder oft so aus wie ihre Eltern. Sind diese etwas fülliger, machen sie sich auch nicht so viele Sorgen, wenn ihre Kinder es sind. Bei schmalen Eltern ist es sofort eine Katastrophe, wenn die Kinder ein paar Gramm zuviel auf den Hüften haben.

Es ist pervers bei Kindern von Fett auf den Hüften zu sprechen und es ist pervers, wie manche Kinder aussehen. Immer wieder fallen sie mir in der U-Bahn auf. Gerade letztens ein Junge, der eine McDonalds-Tüte auf dem Arm hatte. Gefüllt mit Hamburgern und Pommes. In der Hand ein halber Liter Cola. Seine Wurstfinger verschwanden immer wieder in der Tüte und stopften das all die leckeren Dinge in sein kleines Mäulchen. Dass ihm dabei schon die Soße aus den Mundwinkeln lief und auf sein Shirt tropfte viel ihm gar nicht mehr auf. Er merkte auch nicht, wie ich in von der Seite beobachtete, musterte. Erziehungsberechtigte oder Freunde konnte ich keine ausmachen. Der Zeit nach kam er gerade aus der Schule und war nun auf dem Nachhauseweg. Zuvor noch schnell zu „Mecces“. Weil es ja so lecker ist. All die Geschmacksverstärker, die den Gaumen umspielen. Der saftige Abgang und die kräftige Süße des Colas. Welch ein Genuss.

Ich schaue weg. Warum er das macht? Warum das Kind so ist? Seine Eltern oder die Gesellschaft? Beides?

Früher war ich gerne beim McDonalds. Auch bei Burgerking. Schnell, preiswert und lecker. Auch heute bin ich noch manchmal dort. Ich genehmige mir auch öfters eine Pizza unterwegs. Oder ein Kebap. Wenn ich selbst koche habe ich nichts gegen ein bisschen mehr Butter. Es muss immer zum Gericht passen, doch Fett habe ich nie aus der Küche verbannt. Dafür ist es zu gut.

Was unterscheidet mich von dem Jungen?

Ein paar Meter weiter sitzt ein Mädchen. Auf den Boden blickend. Etwas unglücklich. Sie hat dunkle Augenringe, ein weißes Shirt und enge Jeans. Ich würde sie gerne fragen, wie sie sich fühlt. Wie viele Kilo sie wiegt und für wen. Sie gehört zu den Menschen, die in der Früh ein Glas Wasser trinken, zu Mittag vielleicht ein Stück Obst oder auch nur einen kleinen Fruchtsaft. Am Abend ein Stück Brot. Sie hat keine Fressanfälle und bringt sich nicht zum erbrechen. Sie ist nur wenig. Sehr wenig. Ihr Körper ist heruntergekommen. Hat all seine natürlichen Rundungen verloren. An ihrer verkrampften Sitzweise sieht man, dass der Druck auf ihre Knochen nicht durch einen kleinen Fettpolster verteilt wird. Punktueller Druck.

Es gibt einen Witz. Der Dicke sagt zum Dünnen: „Wenn man dich so ansieht, könnte man meinen, dass eine Hungersnot ausgebrochen ist.“ Der Dünne zum Dicken: „Und wenn man dich ansieht, weiß man auch wer daran Schuld ist.“

Ich habe ihn früher nicht lustig gefunden und kann auch heute nicht drüber lachen. Dennoch drückt er etwas aus. Wir haben genug Nahrungsmittel, schaffen es aber nicht damit umzugehen. Man schiebt die Schuld auf alles mögliche. Die Gesellschaft, die Erziehung, die Werbung, Gruppendruck und Liebe. „Für dich nehme ich ab.“ „Ich will nur, dass du dich wohl fühlst.“

Im Zentrum steht ein Schönheitsideal. Eines?!
Aus den Hochglanzmagazinen lächeln uns gephotoshopte Models mit und ohne Magersucht an. Manche Unternehmen geben vor möglichst natürliche Menschen zu verwenden und machen das nicht einmal so schlecht. Im Fernsehen sehen wir Shows, in denen gut geformte Menschen weniger gut geformten Menschen zeigen wie sie sich selbst formen können. Im Freundeskreis gibt es jene, die essen können ohne Ende und dennoch nicht zunehmen. Wir kennen Personen, die den gephotoshopten Models ähnlich sehen und welche, die besser in eine Fernsehshow für Übergewichtige gehören. Wir sind politcally correct und sagen, dass das doch alles normal wäre. Wir empfehlen den einen mehr zu essen und den anderen Sport. Wir lesen von tausenden Diäten, die in kürzester Zeit die Kilos purzeln lassen und von anderen, nach denen man am besten gleich sein ganzes Leben ändert, da man sonst in den nächsten fünf Jahren einen Herzinfarkt bekommt. Das Fitnesstudio lockt mit günstigen Preisen und der Lebensmittelhandel mit Produkten ohne Fett.

Wir dürfen keinen Zucker mehr essen und nichts mit Fett essen. Süßungsmittel sollen schlecht sein und Getreide auch. Uns wird etwas von Ernährungspyramiden erzählt und wir müssen Sport machen. Neu entwickelte Sportarten, die ganz viele Muskeln beanspruchen und besonders viel Fett verbrennen. Wir müssen supertolle Spezialgetränke trinken und uns an spezielle Geräte anschließen, damit auch alles überwacht wird. Am Ende stellen wir uns doch nur auf die Waage, drehen uns einmal vorm Spiegel und sind noch immer unzufrieden. Man sagt uns, dass Muskeln ja schwerer als Fett sind. Man könnte auch sagen, dass sie kleiner sind, das tut man aber nicht.

In unserem Kopf ist noch immer das Bild vom gephotoshopten Model.

Ich schaue wieder zu dem Jungen. Er schleckt sich seine Finger ab. Dann sieht er mich und starrt mich an. Ich lächle gespielt und schau zum Mädchen. Es nimmt einen Schluck aus seiner Wasserflasche. Auch ihr Blick trifft mich. Noch ein gezwungenes lächeln, dann steige ich aus. Meine Hand fährt über meinen Bauch und zieht durch das Shirt daran. Ich fühle das Fett zwischen meinen Fingern.

Ich glaube nicht daran, dass man schön ist, nur weil man sich in seinem Körper wohl fühlt. Auch der dicke Junge hat sich wohl fühlen können. So etwas kann man sich einreden. Bis der Kopf es glaubt. Manche Eltern unterstützen so etwas. Bewusst oder unbewusst.

Mein BMI entspricht dem Idealwert. Wohl fühle ich mich deshalb nicht unbedingt. Ich mache zu schnell schlapp, wenn ich laufe. Ich sehe meinen Bauch im Spiegel und schäme mich. Auch dafür, dass ich so unzufrieden mit mir bin. Andere Menschen behaupten dennoch, dass mein Körper gut aussieht. Das ist nett und politically correct. Bringt mir aber nichts. Ich weiß, dass mein Körper nicht so ist, wie er sein sollte. Das kann ich mir auch von einem Arzt bestätigen lassen.

Was ist Schönheit?
Gesund ist schön.

Update: Denis sagt:

Schönheit ist in einem Lächeln und in einem Augenblick.

Stimmt.

Dominik hat eine Aktion gestartet. Abnehmen 2.0. Ich bin dabei. Für die Gesundheit.

Bild: sean dreilinger

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni.

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  1. „Was unterscheidet mich von dem Jungen?“

    Dass Du einige Jahre mehr Lebenserfahrung hast und refklektierst an die Sache rangehst? Hoffen wir, dass der Junge diese Reife erreichen wird und nicht vorher stirbt.

    „Im Zentrum steht ein Schönheitsideal. Eines?!“

    Ja deins, meins, seins, ihres, eures und unseres.

    Willkommen an Bord.

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  2. ich habe mir selten gedanken gemacht, allerdings auch oft nicht genau hin gesehen, im laufe der Jahre bin ich Faul geworden, dünn war ich nie, nur gesünder.

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  3. ich bin gegen jede stilisierung von abnehmen als wert an sich, auch gegen hipsterverbrämtes abnehmen 2.0.

    gesund ernähren, bewegung, und je nach verfassung etwas mehr selbstzufriedenheit, das braucht’s und mehr net. ein gefühl für gesundsein entwickeln, diät- oder „wohlfühlrezepte“ sind bullshit.

    wichtig ist die gesundheit, das wohlfühlen ergibt sich daraus, dazu gehört die gesundheit im kopp. auch die waage sitzt im kopf, das spiegelbild sitzt im kopf.

    aber ich war ja auch essgestört von 16 bis 20, hab den weg rausgefunden und kann mir daher herausnehmen, abnehmen um des abnehmens halber pauschal scheiße zu finden:-)))

    warum nennt das keiner gesund leben 2.0?

    eben. deppen. deppate hipster-deppen.

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  4. „deppate hipster-deppen“ – Nun gut, ich nehm‘ das Mal so hin. Natürlich verstehe ich, dass du Abnehmen um des Abnehmens halber pauschal scheiße findest.

    In meinem Projekt geht es darum, dass man gemeinsam, und daraus resultierend mit mehr Ehrgeiz und Wille, Gewicht verliert. Mit 105 Kilo und 1,74 cm fühle ich mich nicht wohl, und ich denke, durch so ein Projekt, schaffe ich es vielleicht, mit stärkerem Willen auf meine Ernährung und die Bewegung zu achten.

    Dass die Waage und das Schönheitsideal im Kopf sitzt, mag sein. Ich strebe keinem Ideal nach, ich möchte einfach nur vitaler leben, möchte mich vollkommen wohlfühlen. Ja, vielleicht könnte ich mich auch mit dem aktuellen Gewicht wohlfühlen, nur bin ich es einfach nicht. So einfach ist das.

    Und jetzt geh‘ ich Schlafen 2.0. :D

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  5. Tatsächlich soll die Zahl der Übergewichtigen und Diabetiker die der Hungernden weltweit übersteigen. Ich denke ich habe von 200 Millionen Unterernährten gehört und über eine Milliarde Übergewichtige.

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  6. @serotonic
    Danke. :)

    @Manuel
    Diesen Jungen gibt es auch gleich alt und älter als ich. Dennoch ist es ihm zu wünschen, dass es einmal Klick macht.

    @Franz-Josef
    Auf gehts zum wieder gesünder werden!

    @Jana
    Weil Gesund Leben 2.0 nicht hip genug ist und mich das mehr an Fernsehen als an Sport erinnert. ORF 2 oder so.

    „Gesund ist schön.“ – Ich finde Leute nicht schön, weil sie dünn oder dick sind, sondern weil sie gesund aussehen.

    Abnehmen werde ich wohl eher nicht mehr. Nur formen.

    Und hip ist sowieso out, oida ey. ;)

    @j4k
    Gemeinsam schaffen wir das. Ansonsten machen wir dir schon Feuer unterm hintern. „Und was hast du letzte Woche so gemacht? Was hast du gegessen? Warum warst du nicht laufen? Zu wenig Gemüse! Was willst du diese Woche machen?…“

    @LAN
    Manchmal muss man sich einfach hinsetzen und schreiben. Da findet man schon mal eine halbe Stunde für. In nächster Zeit dann hoffentlich wieder mehr.

    @Anonymer User
    Interessante Zahlen. Erscheinen mir aber doch sehr hoch.

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  7. he, just4ikarus – ich auf den slogan „abnehmen 2.0“ reagiert – nicht auf dich. hatte deinen blog auch noch gar nicht gelesen, als ich das schrieb.

    mit der formel „mit ehrgeiz und wille werde ich schlank“ geht der abnehmwahn los. magersucht – ehrgeiz und wille wirst du in einer pureren form nicht finden.

    mit dem gramm und kalorienzählen auch – wenn die umrechnung von größe auf gewicht einem sagt, ob man sich wohl fühlt und nicht mehr das körpergefühl, geht er ganze blödsinn schön los.

    ich kann nur heiß empfehlen, die waage aus dem spiel zu lassen, und auf bewegung und gesunde ernährung zu setzen. dann nimmt man eh auch ab – als nebeneffekt, aber es sollte nicht ziel sein.

    außerdem kann man damit sowohl gesund, schlank und geformt werden als auch fettleibigkeit vermeiden. siehe das beispiel mit dem pommesfressenden kind in der bahn – da ist das körpergefühl genauso abhanden gekommmen.

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  8. Hallo Luca. Ich habe deinen Blog über einen Link bei just4ikarus (Dominik) gefunden und möchte dir nur sagen, wie ehrlich und gelungen ich diesen Text finde. Er hat mich berührt…irgendwie.

    Ich kenne beide Seiten des Phänomens: als Kind war ich zu fett, jetzt hab ich (noch) ein paar Kilo zu wenig. Nicht weil ich nichts mehr gegessen oder gekotzt habe, sondern weil mir meine eigene Körperwahrnehmung irgendwann entglitten ist. Ich fühle mich nicht unwohl, mit dem Wissen schlank zu sein, aber mein Kopf weiß, dass es etwas zu schlank ist. Es geht mir gut, doch körperlich belastbar bin ich nicht. Wenn ich andere normal schlanke Frauen sehe, denke ich, wie gut das aussieht. Ein bisschen mehr Rundungen, etwas mehr Weiblichkeit. Das umzusetzen ist schwer.
    Dicken geht es sicher ähnlich. Im Moment sind sie das gesellschaftliche Thema schlechthin und müssen viel Kritik und böse Worte einstecken. Weder für das eine noch das andere kann man „nur“ die Gesellschaft und die Medien verantwortlich machen. Wir dürfen alle ein selbstbestimmtes Leben führen. Wir haben die Wahl und wir wissen eigentlich, was gut für uns wäre. Der nächste Schritt ist die Umsetzung.

    Ich habe mittlerweile verstanden, dass Gesundheit wichtiger ist als Kleidergröße 34. Daran arbeite ich auch. Gesund sein und wohlfühlen.

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  9. Schon okay. Ich zähle nicht jedes Gramm und jede Kalorie, ich esse normales Essen, nur eben Abends nur mehr Obst und so. Und mein fehlender Wille meine Gewichtszunahme entgegenzuwirken, hat mich so dick werden lassen. Mit diesem Projekt wäre der Gemeinschaftsgedanke entscheidend, damit wir zu gesunder Ernährung und Sport angespornt werden.

    Das alles ist kein Wettbewerb. Nimmt mal einer kein Gramm ab oder sogar etwas zu, wird er nicht verstoßen. ich meine nur, mit Ehrgeiz und Wille kann ich vieles erreichen, wovon ich schon immer träumte. Da gab’s schon so einiges, und jetzt möchte ich einfach so werden, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle. Wenn schon die Haut an manchen Stellen reißt, dann beginnt man, seinen Körper, seine Fülle als Last anzusehen. Man kann sich nur sehr schwer selbst gern haben.

    Hier in diesem Projekt geht es also nicht um Diät, um Kampfmaßnahmen, um möglichst schnell, möglichst viel abzunehmen. Es geht um langandauernde gesündere Ernährungsumstellung, um ein neues Gefühl zum eigenen Körper, zum Ich aufzubauen.

    Und die Waage brauche ich trotzdem, denn die zeigt manchmal schon etwas an, was auf Fotos nicht erkennbar ist.

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  10. Aber was kümmert denn alles, was auf nur auf einer Waage sichtbar ist, nicht aber auf Fotos und schon gar nicht spürbar?

    Gesunde Menschen sind für mich noch lange nicht schön. Schönheit kann ich nicht mit der Waage oder durch Sportabzeichen erfassen; ich wäre froh, wenn diese verdammte Gewichtsdiskussion irgendwann einmal am Ende wäre.

    Schönheit ist in einem Lächeln und in einem Augenblick.

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  11. Pingback: Über Schönheit | gorgmorg:ungelesen

  12. @ Denis. Ich behaupte ja auch mal, dass ich mein Lächeln, meine ganze Ausstrahlung als schön empfinde. Nur würde ich mich mit einigen Kilos weniger wohler fühlen.

    Die Waage brauche ich, um kleine Fortschritte, die am Körper schon zu spüren sind, auch noch in Zahlen festzuhalten. Theoretisch wäre sie nicht notwendig.

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  13. @ Denis // Ich fühle mich mit meinem Gewicht einfach nicht mehr wohl. Und ich habe jetzt nicht gesagt, ich möchte so und so viele Kilos abnehmen, sondern ich möchte mich in meinem Körper einfach wieder wohlfühlen. Möchte meine Kondition steigern, um nicht nach wenigen hundert Metern überall zu schwitzen. Möchte vitaler werden.

    Und dadurch würde ich mich auch mal selbst schön finden. Denn so oft mir auch Freunde sagen, ich sollte nicht abnehmen (sie haben mich auch stets überzeugend leichter geschätzt), ich fühle mich nicht wohl. Und nachdem die Haut an manchen Stellen gerissen ist, schwappte der böse Selbsthass, der Hass auf den fehlenden Willen und so weiter, wieder über. Selbsthass ist natürlich ungesund. Aber schon jetzt, nach wenigen Tagen „Abnehmen 2.0“, fühle ich mich schon wohler. Munterer, vitaler, ganz ohne der Lethargie, die manchmal früher vorherrschend war.

    Du hast absolut Recht: Wohlfühlen ist ein unglaublich wichtiger Faktor.

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  16. Ein bemerkenswerter Artikel, der sehr zum Nachdenken anregt. Ich mache selbst bei Abnehmen 2.0 mit, aber der GEsundheit zuliebe. Meistens stimmt es, dass Eltern dick und das Kind auch dick sind. In meinem Fall haben die Verbote von dünnen Eltern aber dazu geführt, dass ich später Nachholen musste, was mir immer verwehr blieb: Süßigkeiten. Ich bin nicht mit Süßigkeiten aufgewachsen (darüber kann man streiten, wie gut das nun ist) und somit war das Verlangen sehr extrem. Wie man sich Süßigkeiten auch gesund einteilen kann, so dass sie nicht sofort auf den Hüften landen… habe ich nie gelernt.
    Ansonsten sprichst du mir aus der Seele.

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  17. Ich bin eigentlich kein Fan von „Hey, das ist ein toller Artikel!“-Kommentaren.
    Aber: Der Artikel hat mich echt ein bisschen berührt.

    @Manuel
    „Reif“ und „erwachsen“ zu werden ist nicht einfach, wenn dir von deinen Eltern eingeredet wird, dass du ja eh nur schwere Knochen hast (ein nicht unwesentlicher Anteil übergewichtiger behauptet das, aber weniger als ein Prozent haben damit recht), oder sie doch lieben, egal wie du aussiehst. (Das ist grundsätzlich löblich, wenn das Übergewicht ein ungesundes Level erreicht, sollte man aber trotzdem eingreifen.)

    @Topic
    Ich hab da auch meine Erfahrung – lt BMI hatte ich zwar nie Übergewicht, aber mein Bauch war sichtbar. :)
    Ich hab jedes Mal bemerkt, wie wichtig die richtige Ernährung ist.
    Während dem Zivildienst hab ich innerhalb von zwei Monaten 10 Kilo zugenommen, als ich wieder zu Hause war, hab ich innerhalb von zwei Wochen um 6 Kilo abgenommen. Wie ich nach Wien gezogen bin, hab ich innerhalb von zwei Monaten 6 Kilo zugenommen – nachdem wir begonnen haben, selbst zu kochen, hab ich die Kilos innerhalb von wenigen Wochen wieder herunter gehabt.

    Wir verzichten beim Kochen nicht auf Fett, ganz im Gegenteil, ich hab gestern ein Omlette gemacht und obwohls nicht notwendig wäre (beschichtete Pfanne) Fett dazu getan, weil’s besser schmeckt. Wir essen allgemein viele üppige Sachen (alles mögliche mit viel Käse überbacken). Wir kaufen bewusst keine fettfreien Produkte.
    Wir kochen selbst. Wenn man die richtigen Rezepte findet, geht das auch recht schnell. (Vorbereiten, Kochen, Essen & Abwaschen muss während der Woche unter einer Stunde gehen.)

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  18. @MC
    Vielleicht betrachte ich das nächste Mal auch noch die verschiedenen Perspektiven. Oder einfach was ich als schön empfinde. Falls ich das schaffe. Es zu schreiben. Jedenfalls ist das Gewicht unwichtig.

    @rosaschaf
    Ich wurde von meinen Eltern auch ohne Süßigkeiten aufgezogen. In den Tee gab es maximal ein bisschen Honig, Zucker war tabu. In der Volksschule haben dann andere Eltern das Erziehungsprogramm durcheinander gebracht. Heute merke ich, dass ich immer öfter Grundsätze von meinen Eltern übernehme und das gut so finde.

    @Sebastian
    Danke.

    Wenn ich koche, koche ich auch meist gesund. Wobei der Begriff beinahe gleich stark diskutiert werden könnte wie Schönheit. Ich setze auf Vollwertkost. Ausgeglichene Küche. Allerdings raffe ich mich zu selten auf zum kochen. Da ist auch schon eine Stunde zuviel. Bei mir resultiert dies oft in kalter Küche. Auch mit Gemüse, Vollkornbrot und möglichst „gesunden“ Sachen, aber eben keine ausgewogene Ernährung. Unterwegs gibt es dann oft eine Pizza und ähnliches. Da habe ich dann aber nur selten ein schlechtes Gewissen.

    Ich sollte wieder öfter bewusst kochen und das soll Abnehmen 2.0 bei mir bewirken.

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  19. Das mit dem bewusst und vor allem auch gemeinsam Kochen finde ich ganz wichtig; ich überlege übrigens immer noch, wie ich das ‚morg Rezeptewiki wieder sinnbringend bei mir verlinke.

    Es sollte ein sinnliches, großartiges Erlebnis sein, zu kochen und dann zusammen zu essen. Auf jeden Fall etwas positives und nicht nebenbei. Das tut auch dem Wohlfühlgefühl gut.

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  21. Habe mal an einem Artikel über „Das Geschäft mit den Dicken“ mitgearbeitet – da blieb mir diese Initiative von der med uni wien positiv in erinnerung: schlank ohne diät.

    http://www.sod.at/sod/index.htm

    Falls jemand noch nicht genau weiß, wie er angehen soll…

    achja, und sollte ich einen von euch erwischen, der auf diese „low carb“-Scheiße reinfällt – dem zieh ich höchtpersönlich die Löffel lang, klar ?! :-)

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  22. Hallo!

    Ich mag die Art, wie du das geschrieben hast! Kompliment!

    Zum Abnehmen will ich nicht viel sagen… ich kenne die Probleme und nehme es mir auch sehr zu Herzen, wenn jemand über meine Figur lästert (und meine Kollegen sind groß darin… obwohl es „damals“ vor 4 Monaten bei 1,64 und 64kg nicht sooo viel Grund gab).

    Inzwischen bin ich dank unerwarteter, unschöner Trennung, Examens- und Arbeitsstress 8 kg losgeworden (unabsichtlich!) und fühle mich dadurch weder besser noch schöner!

    So blöd es auch klingt: Für mich kommt wahre Schönheit doch von innen… Wer sich gut fühlt, strahlt das auch aus…. wobei natürlich 30 kg zu viel nicht voll überstrahlt werden können……

    Die Mayla.

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  23. Wichtig ist, dass man sich mit seinem Gewicht wohl fühlt und es im gesundem Rahmen bleibt.

    Jemand, der wenig isst nur um extrem dünn zu bleiben, ist damit bestimmt nicht glücklich und gesund ist es auch nicht. Wenn jemand viel zu viel isst, ist es auch nicht gesund. Alles dazwischen ist in Ordnung, solang man selber damit zufrieden ist.

    Man kann leider auch nicht immer etwas am Gewicht ändern. Ich war selber lange Zeit an der Grenze zum Untergewicht, obwohl ich 3mal soviel gegessen habe wie meine Eltern. Manches ist halt genetisch bedingt.

    Ich finde der Artikel geht sehr schön auf einige Prolematiken ein.

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  25. Grundsätzlich ist für viele das Essen zu wichtig geworden. Früher war es nur dazu da um satt zu werden, jetzt werden wir tagtäglich von der Werbung mit Lebensmitteln „beschmissen“. Von Lebensmitteln voll von Zucker, Geschmacksvertärkern usw., daraus folgt dann das entsprechende Essverhalten und das Gewicht. Das anderer Extrem Magersucht folgt in gewisser Weise darauf. Denn es gib überall immer zu einem Trend sehr starke Gegenpositionen hier nun die Magersucht.

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