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Studium 2.0 – Eine Ideensammlung

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„Und wenn alle Lehrenden das Internet verstanden haben, wird hoffentlich das sinnbefreite Auswendiglernen ein Ende haben“ – Luca Hammer 24. November 2008

Es gibt an den Universitäten einige Professoren, die sich gerne selbst zitieren, daher habe ich mir die Freiheit genommen, das auch einmal zu machen. Allerdings habe ich die Originalquelle, also mich, nicht mehr gefunden und musste auf Heinz Wittenbrink (Twitter) zurückgreifen. Da dieser an der FH Joanneum in Graz unterrichtet verleiht dem ganzen eine interessante Richtung. Doch dies nur als Einstieg.

Manche wissen es, andere erfahren nun, dass ich seit September letzten Jahres an der Uni Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studiere. Doch über die Inhalte des Studiums möchte ich an dieser Stelle gar nicht zuviel schreiben, da braucht es noch einen eigenen Beitrag. Viel mehr interessieren mich die verschiedenen Möglichkeiten, wie man die aktuellen Möglichkeiten des Internet nutzen kann, um das Studium sinnvoll zur Weiterbildung nutzen kann und es nicht nur ein Zeitfresser im Alltag ist. Im folgenden werde ich mich spezielle mit Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, kurz PuKW, an der Uni Wien beschäftigen, aber viele Punkte wird man auch auf andere Studien umlegen können.

Aktueller Stand

Die Universität ist weit vom aktuellen Stand entfernt, aber dieses Problem beschränkt sich nicht nur auf die Technik, die online eingesetzt wird sondern auch was die Lehre selbst und die Verwaltung betrifft. Die Gründe dafür sind vielfältig. In meinen Augen ist eine große Schwierigkeit die der Verantwortung. Zu oft werden Dinge einfach an andere Personen weitergegeben bis sie in irgendeiner Schublade verstauben oder weggeworfen werden.

Ich kritisiere, dass sich viele der Lehrenden nicht mit aktuellen Entwicklungen in der Medienwelt auseinandersetzen und dieses an die Studenten weitergeben. Ich erwarte nicht, dass sich jeder der etwa 1500 Studienanfänger pro Semester mit dem Internet beschäftigt, weil es in der heutigen Welt noch nicht die selbe Macht besitzt wie klassische Massenmedien, aber wenn sich jemand damit beschäftigt sollte er oder sie es richtig machen. Zu viele Arbeiten zu dem Thema sind mir bereits untergekommen, die schon im Titel falsch waren und sich dies in der Arbeit durchgezogen hat. Dieses Problem führe ich auf zwei Dinge zurück. Auf der einen Seite das grundsätzlich fehlende Interesse am wissenschaftlich arbeiten. Oft hört man den Satz, dass die Studenten Journalisten oder ähnliches werden wollen und auch in einigen Arbeitstechniken wird dies suggeriert, aber dann ist dieses Studium falsch. Man kann damit ein guter Journalist werden, aber wenn man studiert dann sollte man ein gewisses wissenschaftliches Interesse mitbringen oder den Mut haben das Studium wieder zu beenden, wenn es nicht so ist.

Ich kritisiere das Online-Angebot der Universität Wien. Zwar gibt es Ansätze dieses zu verbessern, aber wenn man weiß was möglich ist, kann man nur den Kopf schütteln. Momentan gibt es drei große Onlineplattformen, die parallel genutzt werden. Deren Bedienung ist teilweise umständlich und viele Studenten kennen sich nicht aus. Weiters kommen noch verschiedenste Anmeldeseiten und das Forum der IG Publizistik hinzu. Auch ein Wiki wurde aufgesetzt, welches momentan unerreichbar ist.

Positive Ansätze wie Audio- und Videostreaming werden unnötig kompliziert gemacht und die Server zu klein konzipiert. So kann man den Audiostream herunterladen, Video jedoch nur wenn man sich auskennt und das tun die wenigsten. Die offiziellen Foren sind in der Bedienung äußerst schlecht und werden von vielen Studenten gar nicht genutzt. Hinzu kommt die fehlende Kompetenz vieler mit dem Forum umzugehen, wenn es beispielsweise darum geht die Suche zu benützen oder Dateien hochzuladen.

Mitschriften werden per Mail getauscht, auch wenn es ein paar positive Beispiele gibt, wo jemand das ganze Semester dranbleibt und seine Mitschrift netterweise hochlädt und somit der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Dass es nicht umsonst ist, konnte ich dabei auch sehr gut beobachten, weil diesen Leuten als erstes geholfen wurde, wenn sie eine Frage hatten. Mitschriftverzeichnisse werden zur Schließung gezwungen oder verstecken sich als wären sie Verbrecher. Ein paar kommerzielle Angebote mit winzigem Angebot wollen persönliche Daten sodass man erst nach Registrierung feststellen kann, ob sich ebendiese lohnt.

Solidarität unter den Studenten gibt es nur selten. Die meisten lernen stur auf die nächste Prüfung und sind froh, wenn sie ansonsten nicht zuviel vom Studium mitbekommen.

Umdenken

Mir geht es in diesem Beitrag nicht darum wie die Universität das Studium verbessern kann, sondern wie wir, die Studenten, mehr aus dem Studium herausholen können. Es ist mir klar das die Universität einen großen Anteil daran hat,wie die Studenten durch das Studium gehen, aber ich glaube nicht, dass man diesen Apparat in kurzer Zeit ändern kann. Dennoch werde ich mich in einem der nächsten Beiträge damit beschäftigen, wie man das Studium von Universitätsseite aus verbessern kann.

Als Student habe ich die Möglichkeit, dass ich von heute auf morgen die Art des Studierens ändere. Ich kann freiwillig Literatur lesen, die mich interessiert und in Lehrveranstaltungen meine Sichtweisen einbringen. Es steht mir frei mir jegliches Wissen anzueignen und meine ungenützte Zeit, von der man in vielen Studien ausreichend hat, einzuteilen wie ich es für sinnvoll halte. Dafür ist jedoch ein Umdenken nötig. Weg vom Fokussieren des Abschluss, hin zum wissenschaftlichen Denken.

Oft sitze ich in Lehrveranstaltungen und das Desinteresse der anderen Studenten versucht mich direkt niederzuknüppeln. Ein Beispiel. Es geht darum, dass man auf Präsentationen konstruktives Feedback gibt. Aus Zeitmangel werden mehrere Präsentationen nacheinander gehalten, bis es Feedback gibt. Die Studenten wiederholen grundsätzlich, was die, die zuerst drankommen gesagt haben und wissen teilweise nicht einmal wie viele Präsentationen waren. Drei oder fünf, waren eh alle ganz gut, so frei gesprochen und die Folien waren auch ok. Ich zähle einige negative Punkte auf, versuche auch positives hervorzuheben, was mir teilweise schwer fällt. Ich bin aber auch nicht viel besser. Auf einige Prüfungen lerne ich einfach den Fragenkatalog auswendig, nicht weil mich der Inhalt der Vorlesung nicht interessiert, sondern weil ich faul bin und die Fragen so gestellt sind, dass man mit auswendig lernen eine bessere Note bei weniger Aufwand bekommt.

Ich sehe es beim Studium gleich wie bei der Arbeit. Es muss Spaß machen. Man kann nicht für alles Interesse aufbauen und in sich für jeden Teil des Studiums begeistern. Wie schafft man es nun aus dem Studium trotzdem mehr herauszuholen, als bloß einen akademischen Titel? Ich sehe im Internet nicht die Lösung für alle Probleme, sondern nur als Tool, welches Dinge erleichtern und verbessern kann. Ein paar Ideen.

Netzwerk aufbauen

Oft wird gesagt wie wichtig es ist während des Studiums ein Netzwerk aufzubauen, welches einem im späterem Leben helfen kann. Ich halte wenig von Personen, die zwanghaft Leute kennen lernen, möglicherweise umfassende Adressbücher führen, mit welchen sie immer wissen, wer ihnen gerade weiterhelfen kann. Wichtiger sind echte Freunde. Menschen, denen man lieber gibt, als nimmt und dennoch nicht ausgenutzt wird. Wenn ich aber vom Netzwerk aufbauen spreche, geht es nicht um das persönliche, sondern um das der Studenten allgemein.

In meinen Augen wäre es die Aufgabe der Studienvertretung, allerdings scheint diese dabei nicht besonders erfolgreich zu sein. Das einzige was funktioniert sind die Parties, ob sich dadurch mein Studium verbessert, ist eine andere Frage. Schaut man sich die aktuelle Entwicklungen an, die Studieneingangsphase des Publizistik- und Kommunikationswissenschaftenstudium wurde in zwei Module unterteilt, durch welche ein Quereinstieg im Sommersemster fast unmöglich gemacht wird. Die Studienvertretung hat dagegen protestiert, jedoch ohne Erfolg. Mit einem guten Netzwerk könnte man hier wesentlich mehr Druck ausüben.

Es liegt sowohl am Mindset der Studenten, als auch bei den Möglichkeiten näher zusammenzurücken. Das Forum funktioniert mehr oder weniger. Vor allem die Bereiche, wo es darum geht, dass sich jemand nicht auskennt oder wie man eine Prüfung schafft. Der Bereich, wo Studenten ihre Wünsche, Anregungen und Ideen an die Studienvertretung herantragen können ist mit einem einzigem Beitrag schwach bestückt. Offensichtlich entsteht im Forum kein Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Auf Facebook gibt es eine Page wo man Fan von der IG Publizistik werden kann, obwohl es auf der Startseite der Studienvertretung angekündigt wird, überrascht es mich nicht, dass es momentan nur knapp über 50 Fans gibt. Die Community meines Blogs umfasst etwas mehr als 80 Mitglieder. Bedenkt man, dass jedes Semester über 1000 Studenten dieses Studium beginnen eine winzige Zahl.

Ein anderer Ansatz ist sind die Erstsemestrigentutorien. Höhersemestrige Studenten treffen sich mit Erstsemestrigen, gehen etwas trinken, tauschen sich aus, helfen weiter. Ich war zu Beginn des Studiums bei ein paar, aber habe schnell die Lust verloren. Ein bisschen über die Professoren lästern, ein paar Tipps und viel Alkohol. Keine kritischen Diskussionen, keine Anregungen für ein besseres Studium, nichts spannendes.

Wichtig wäre präsent zu sein und die Studenten anzuregen sich zu vernetzen. Ihnen immer wieder vor Augen führen, welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben und dass es wichtig ist, wenn man will, dass das Studium mehr als auswendig lernen ist. Dazu werden aber auch die richtigen Tools benötigt. Die aktuelle Website ist bereits fünf Jahre alt und der Blog wird zu wenig genützt.

Lernen erleichtern

Tausende Studenten, die Semester für Semester Stoff auswendig lernen. Viele schreiben selbst in der Vorlesung mit, manche teilen ihre Mitschriften mit anderen und andere suchen sich zusammen was sie brauchen. Oft von Leuten, die sie persönlich kennen, aber auch immer öfter übers Internet. Hier hat es einen guten Ansatz gegeben, ein Wiki wurde aufgesetzt, doch dieses ist momentan unerreichbar. Wichtig ist es vorhanden Inhalte einzupflegen und die Studenten dazu anzuregen am Wiki mitzuarbeiten. Es sollte bei der Anzahl nicht besonders schwer sein ein umfassendes Nachschlagwerk für jede Vorlesung zu erstellen. Prüfungsfragen von vergangenen Terminen und Links zu Zusatzliteratur. Weiter könnten viele Begriffe erklärt werden, wodurch man sich nicht immer wieder durch Standardwerke wühlen muss und der Professor dann doch etwas anderes erwartet.

Es reicht wenn zu Beginn nur eine kleine Gruppe am Wiki arbeitet, wenn andere stehen wie sehr es das Studium erleichtert, werden sich neue finden, die es aktuell halten und mitarbeiten. Aber die Studenten müssen wissen, dass es ein Wiki gibt und dass sie mithelfen müssen.

Weiters kann man sich ein Verzeichnis für Lerngruppen überlegen. Entweder im Forum oder im Wiki.

1337

Man wird es nie schaffen alle Studenten zu erreichen. Viel zu viele haben eine falsche Vorstellung vom Studium und ziehen es trotzdem durch. Sie interessieren sich nicht für die Forschung, sondern wollen nur möglichst bald fertig sein. Am besten mit wenig Aufwand. Aber es gibt auch andere.

Ich bin davon überzeugt, dass es sehr spannende Leute in diesem Studiengang gibt. Diese gilt es zu finden. Kein elitäres Netzwerk, aber eine Gruppe von Menschen, die mehr wollen. Studenten mit Visionen. Aufzeigen was möglich ist. Aktionen, die inspirieren. Gemeinsam kann man einen neuen Weg durchs Studium finden, sich gegenseitig pushen und sich mit den wirklich interessanten Dingen beschäftigen.

das heißt?

Es braucht Veränderung. Die Studenten, die etwas ändern wollen, müssen sich vernetzen und die Masse an ihrem Vorsprung teilhaben lassen.

Aufhören zu jammern und die Sache selbst in die Hand nehmen.

Bild: Wesley Fryer
Teile des Beitrags inspiriert durch Hannes

Veröffentlicht von

Ich studiere Medienwissenschaften an der Uni Paderborn, arbeite an meinen Projekten #Blognetz und Lummity, beschäftige mich mit Datenvisualisierung, blogge bei AmbassadorBase und bin Tutor an der Uni. | | | Newsletter

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  1. Auch wenn der Artikel etwas lang ist ;) – danke für die Worte, du bist mit dieser Sichtweise nicht allein.

    Ich denke die Probleme liegen noch einiges tiefer …

    Identifikation – bist du Stolz auf die UNI Wien zu gehen und PuKW zu studieren? Ich bin es nicht, kein guter Ruf, wenige gute Vortragende. Eine UNI muss meiner Meinung nach ein Ort sein an dem man sich geehrt fühlt hingehen zu dürfen, ein Ort an dem man sein darf weil man es sich verdient/erarbeitet hat – nicht wo jeder hingehen kann, weil er gerade keine Lust hat arbeiten zugehen. Ich sag es ganz offen ich steh auf US Elite UNI’s auch wenn ich dort wahrscheinlich nie reinkommen würde, aber gerade das macht für mich den Reiz aus um Stolz sein zu können, um sich zu identifizieren.

    Keine Ahnung wer die Vortragenden, Tutoren, Lehrveranstaltungsleiter auswählt, aber der Großteil kommt mir vor als wäre er/sie im falschen Berufsfeld gelandet. Es geht nicht darum möglichst nett zu den Studenten zu sein sondern ihnen etwas zu lernen und sie zu fordern, es muss nicht jeder durchkommen. Das Nivau ist echt ein Witz. Ich will keine UNI fuzis die deshalb Vortragen weil sie sonst nix auf die Reihe gebracht haben, ich will gute Leute zu denen man aufschauen kann.

    Studenten – leider fehlt mir der Kontakt zu Studenten die mehr wollen, die Interessante Diskussionen führen komplett, wo sind die? Zumindest 10 oder vielleicht 20 von den 1000 jedes Jahr müssten sich doch finden lassen. Ein kleiner elitärer Zirkel, so was wäre schön, wo man sich gegenseitig nach vorne pusht. Ich will nicht neben Leuten sitzen die dauernd wegen irgend einer 5 Seiten Arbeit zu jammern beginnen.

    Anmerkung – ich bin kein besonders motivierter Student weil mir das Umfeld und der Lehrstoff völlig demotiviert. Muss gestehen ich lerne wenig für Prüfungen und bin immer wieder überrascht mit welch schlechter Leistung ich Prüfungen bestehe, das kann es doch echt nicht sein.

    Ich muss drei Namen von Vortragenden erwähnten die ich von dieser Kritik exkulieren möchte Frank Hartmann, Andreas Baumgartner, Christian Moser und Ritchie Pettauer.

    Text unkorrigiert – sorry, Zeit.

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  2. Guter Beitrag! Speziell zu der Verwendung von Video Podcasts habe ich mir einige Gedanken gemacht: Ich Studiere hier an Der Univesität Innsbruck Informatik. Wäre es nicht toll wenn wir z.B. von den Vorlesungen Videopodcasts hätten, die wir anschauen können wann wir wollen, ohne gezwungen zu werden um 8 in der früh im Vorleungssaal zu sitzen? Ist das Vorlesungsmodell wirklich so sinnvoll wenn eh keiner Fragen stellt? Könnten die Professoren die im Moment für Vorlesungen bezahlt werden nicht in der selben Zeit dann Studenten bei konkreten Fragen helfen, anstatt vor einem fast leeren Saal (entschuldigt die Ausdrucksweise) Selbstgespräche zu führen? Ach ja: wir leben ja im 21. Jahrhundert, da kann man ja auch Fragen zu den Vorlesungen in nem Wiki/Blog/Whatever sammeln, besprechen und beantworten.
    Außerdem wäre so ein Modell auch besser mit einer Anstellung zu verbinden.

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  3. Die Gesellschaft hat sich gewandelt, soziales Handeln ist halt nicht mehr in und der Wettbewerb und Leistungsdruck hat massiv zugenommen. Schnell muss man fertig werden, um ein braves Arbeitstier zu werden. Ich glaube, heutzutage kommen die lieben Kollegen nicht mal mehr auf die Idee, selber etwas verändern zu wollen.
    Schau dir die verfügbaren Mitschriften und Sammlungen an… alle aus früheren Zeiten… viele Betreiber sind schon fertig mit studieren. Auch diejenigen, die aktuelle Mitschriften beisteuern sind meist ältere Mitstudenten.
    Mein PAED-Blog mit allen wichtigen Infos + meinen Videostreams der VOs hatte in 2 Wochen 2000 views, 5 Personen haben „Danke“ gepostet. Im Netz is halt alles gratis und über eventuelle Verfasser braucht man nicht nachdenken.
    Ich sehe irgendwie kein Interesse bei den KollegInnen, selbst etwas beizutragen.

    Die Studi-Plattformen sind natürlich ein Wahnsinn von der Usability, das stimmt. So muss man sich zB. für das Uploaden von Mitschriften pro Bereich in einem anderen Forum freischalten lassen… downloaden kann jedoch jeder. Wer mag da noch Mitschriften zur Verfügung stellen?
    Ein Interface für die Uni Wien zu entwickeln wär echt mal interessant… jetzt ist der beste Zeitpunkt. BBV (die Online-Lernplattform anm.) wird in einem knappen Monat einfach abgeschaltet(!) und alle LV-Leiter müssen auf Fronter emigrieren, eine Plattform, die einer großen Universität absolut nicht würdig ist. Es funktioniert einfach gar nix (nicht mal der „Hilfe-Button“), die Navigation und Usability ist so schrecklich (versuch mal, eine Mitschrift hoch/runterzuladen), dass die Plattform nie jemand ernsthaft nutzen wird. Falls also jemand eine Plattform errichten will mit Forum, Austausch von Mitschriften, Mitschnitten, Veranstaltungskalender, Werbung etc… jetzt ists gerade gut – ich wär sofort dabei.

    Ich denke der Grund, wieso es sowas nicht gibt ist, dass sich die meisten Studis (inklusive mir) einfach nicht mit der Programmierung solcher Sites auskennen (sonst wär das Pkw-Forum zB. nicht 2 Wochen wegen einer fehlerhaften Programmzeile offline gewesen).

    Ich studier übrigens gerne. Ich bin Allrounder und mir gefällt die freie (Wahl)facheinteilung und die zahlreichen Arbeitstechniken… und die Freizeit. Ich durfte nämlich schon 3 Jahre Arbeitsluft schnuppern… achja und mein Biorythmus geht um 6h falsch.
    Aber es stimmt – manche unserer Lehrer können einfach nicht vortragen bzw. eine Website bedienen.

    Und wieso sträuben sich unsere Wissenschaftler so gegen Wikipedia als wissenschaftliche Quelle, wobei doch in wissenschaftlichen Studien bestätigt wurde, dass keine andere Quelle aktueller und genauer ist…?

    Ha! Das war jetzt ein Kreuzundquerbeitrag! Ich sollte jetzt lieber lernen gehn… vier Prüfungen nächste Woche.

    Antworten

  4. Hi Luca,

    bzgl Publizistik @ Univie kann ich nur sagen dass es imho jedes Semester ein Wunder ist dass hier überhaupt in irgendeiner Form Lehrangebot realisiert wird.

    Imho (als Aussenstehender) müsste Publizistik in mehre Teilstudien aufgeteilt werden und mit jede davon mit zumindest menschlichem Budget ausgestattet werden.
    Ich sehs ähnlich wie du – die Änderung des Lehrangebotes muss von unten herauf geschehen. Das ist extrem schwierig aber aktuell vermutlich der einzige Weg.

    lg andi

    Antworten

  5. Ich glaube, dass die meisten Lehrenden an den Hochschulen überhaupt noch nicht begriffen haben, dass sich durch das Netz ihre Arbeitsweise radikal ändern muss, weil das Wissen, das sie vermitteln einen anderen Aggregatzustand annimmt. Ich denke (auch wenn ich das selbst noch nicht schaffe), dass man in Lehrveranstaltungen eigentlich nur noch gemeinsam etwas _tun_ sollte und das Vortragen von Wissen Medien überlassen kann – selbstproduzierten, Medien aus anderen Hochschulen usw. Ausnahme: Vorlesungen, die einen Überblick und Impulse geben, und praktische Übungen. Mit „tun“ meine ich an Universitäten gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten, Diskutieren und Publizieren, bei Fachhochschulen auch praktische Projekte. Das könnte auch bedeuten, dass die Lehrenden so etwas wie Netzwerkbildner werden müssen, also sich an dem „Sharen“ beteiligen müssen, das du im zweiten Teil deines Posts beschreibst.

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  6. Schon einmal Danke für das tolle Feedback. Freue mich schon auf den Artikel Lehre 2.0.

    @Heinz Grünwald
    Würden alle Studenten mehr fordern, müsste die Uni umdenken, aber das ist leider kein Prozess, den wir un kurzer Zeit erwirken können. Hingegen ein paar Leute zu finden, die sich sehr wohl für das Studium interessieren und sich gegenseitig weiterhelfen, das ganze über zeitgemäße Methoden, sollten sich finden lassen. Wir können uns zu dem Thema ja einmal zusammensetzen.

    @Romedius Weiss
    Was die Uni verändern sollte, werde ich im zweiten Beitrag schreiben und Videocasts sind definitiv dabei. Allerdings anders als sie momentan in Wien verwendet werden.

    @nacaseven
    Ich glaube nicht einmal, dass andere Studenten nichts beitragen wollen, sondern dass sie weder wissen, warum sie es machen sollten, noch wie. Ich erwarte auch nicht, dass jeder seinen eigenen Webspace hat (wobei man den von der Uni sowieso bekommt) und ein Wiki oder einen Blog aufsetzen kann. Dass sie aber wissen was das ist und wie man es verwendet, erwarte ich schon. Gerade in unserem Studium.

    Ich sehe die Zukunft auch nicht in den Plattformen der Universität, weil sie einfach nicht die Kompetenz dafür hat. Weder die passende Plattform zu wählen, noch sie zu verwalten oder gar die Mitarbeiter dafür einzuschulen. Auch dazu ein paar Gedanken im nächsten Beitrag.

    Man muss gut überlegen, ob man eine eigene Plattform nutzt, wo ich sicherlich etwas machen könnte, oder ob man bereits bestehende verwendet. Wobei PuKW vermutlich groß genug für eine eigene ist. Auch hier sind ein paar Dinge möglich, um das Interesse der Studenten für solch eine Plattform zu wecken.

    Das Problem von Wikipedia ist, dass es sich ständig ändert und nicht weiß wer tatsächlich dahinter steckt. Somit ist es nicht zitierwürdig, wenn auch inhaltlich richtig. Es wird inzwischen aber immer stärker in Wikipedia selbst darauf geachtet, dass Quellen genannt werden und diese kann man sehr wohl für Arbeiten verwenden.

    Falls du Lust hast, würde ich mich gerne einmal auf einen Kaffee/Tee mit dir treffen. Meld dich einfach über uca [zu] 2-blog.net, Kommentare, Kontakformular, Twitter,…

    @Andreas Klinger
    Ich finde es an sich nicht schlecht, dass PuKW so frei ist, da man sich recht gut auf ein Thema spezialisieren kann, aber dennoch aus den anderen Medienbereichen etwas mitbekommt. Wenn man einen sinnvollen Weg finden würde die Anzahl der Studenten zu schrumpfen und die Verwaltung vereinfacht, dann bräuchte man auch nicht so viel mehr Budget, um ein gutes Studium zu gewährleisten. Ich weiß nicht wie es momentan aussieht, aber dass ein Vortragender ein halbes Jahr nicht bezahlt wird, darf nicht sein.

    @Heinz Wittenbrink
    Viele Lehrende wissen, dass es das Internet gibt, aber nicht wie man es zur Wissensvermittlung und beschaffung nutzen kann. Es ist durchgedrungen, dass Wikipedia teilweise nicht ganz toll ist und das Internet als solches sowieso unglaubwürdig.

    Das integrieren der Lehrenden ist im nächsten Schritt sicherlich ein wichtiger Punkt, auf den ich dann auch im Beitrag Lehre 2.0 eingehen werde.

    Es bringt wenig, wenn das Wissen nur in eine Richtung fließt, zu den Studenten. Es ist momentan kein Wunder, das manche Vortragenden seit vielen Jahren die gleiche Vorlesung halten, da sie nur wenig neuen Input bekommen und der meist von ihren wissenschaftlichen Kollegen kommt, welche in der gleichen Welt leben.

    Und Lehrende die es anders machen, werden manchmal recht schnell wieder rausgedrängt.

    Antworten

  7. Ein interessanter Beitrag und ebenso interessante Kommentare. Ich würde mir mehr solcher Studierender wünschen, denn umdenken müssen wir wohl alle: Lehrende und Studierende. Ich gehöre zur Seite der Lehrenden und habe schon viele Dinge ausprobiert, aber auch wieder eingestellt, manchmal, weil es tatsächlich nicht gut war ;-), manchmal aber auch, weil die meisten Studierenden Probleme damit haben, offene Lernformen anzunehmen. Besonders gefallen hat mir das Motto „Weg vom Fokussieren des Abschlusses, hin zum wissenschaftlichen Denken. “ Ich verstehe die Sorge vieler Studierender, Zeit zu verlieren, nicht rechtzeitig den recht bezahlten Job zu finden etc. Aber ich kann euch nur raten: Lasst euch nicht verrückt machen! Dieses ewige Gehetze, das letztlich zur Verflachung führt, bringt nichts. Stellt mehr Fragen, stellt mehr in Frage, aber rührt euch auch, nehmt Angebote an, wenn es diese gibt, gefordert und gefördert zu werden. Denn oftmals hat man als Lehrender auch den Eindruck, dass Studierende vor allem in Ruhe gelassen und schnell zum Abschluss befördert werden wollen. Wenn wir Universität verändern wollen, dann geht das nur von beiden Seiten – von der Seite der Lehre (plus Forschung!) und von der Seite des Studierens.

    Gabi

    Antworten

  8. ich bin kein Student, ich bin Handwerker, aber das was ich mache kann ich so gut weil es mir gefällt genau das zu machen. Aber bei mir ist es ähnlich, ich bin Netzwerker, dabei gehe ich oft vergeblich in Vorleistung und muss dann feststellen das es gar nicht gewollt ist. Großes Ziel ist da meist die Freizeit die möglichst unangetastet bleiben soll. Dabei gibt es genügend technische Möglichkeiten, aber anscheined will jeder auf seinem eigenen Wissen sitzen um einen Vorteil gegenüber anderen zu haben.
    Teilen ist unbeliebt geworden.
    Dabei hat sich lernen völlig verändert, die Welt bewegt sich viel zu schnell, auch ich muss 5 bis 6 mal im Jahr zu Lehrgängen und ganz selten gibt es offene Denker mit denen man sich austauschen kann, wo dann alle Seiten etwas gelernt haben. Lieber abhängen und bloß keine Fragen stellen damit man pünktlich nach Hause kommt.

    Antworten

  9. Interessante Debatte. Ich kenne aus eigener Erfahrungen von den 1990-er Jahren die Kepler-Uni in Linz und aktuell die Katholisch-Theologische Privatuniversität in Linz. Zweitere ist eine sehr kleine Uni mit ca. 500 Studierenden. Hier läuft vieles, was z.B. die Skripten betrifft sehr informell, weil sich Studierende, die in etwas gleich weit sind zumindest vom Sehen auch kennen. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich viel Hilfsbereitschaft erlebt bzgl. Mitschriften. Aber ich bin offenbar die einzige die ihre Mitschriften ins Web stellt, das allerdings auch erst seit ich mit dem Laptop mitschreibe, bei händischen Mitschriften wäre das etwas unbequem. Seitens der Uni gibts auch Skripten online, aber nicht in allen Bereichen.
    Grundsätzlich meine ich, dass Web 2.0 für die praktischen Aspekte des Studiums sehr sinnvoll wäre. Ich habe schon des öfteren bemerkt, dass ich eigentlich ein extra Zeugnis für viele Rumchecken mit Papierbergen verdient hätte. Das könnte besser werden, wenn mehr aufs Web gesetzt würde und sich stärker eine „Kultur des Teilens“ entwickelt.
    Auf Studieninhalte bezogen meine ich aber, dass zumindest in meinen Fächern Theologie und Philosophie studieren nicht nur ein Erfassen von Fakten ist, sondern vor allem Reflexion der Inhalte. Ich schätze es sehr, dass mein Studium oft sehr abstrakt ist und die direkt praxisbezogenen Inhalte sich in Grenzen halten. Ein Uni-Studium muß Reflexionskompetenz vermitteln und nicht nur ein bisserl wissenschaftlich angehauchte direkt umsetzbare Inhalte. Da würde ich dann also auch eine Gefahr verorten, denn ich erlebe das Web 2.0 schon sehr praxisorientiert, schnell, komplexitätsreduzierend.
    Meine Lehrenden an der Katholisch-Theologischen Uni haben allesamt vermutlich wenig Ahnung von Web 2.0, sie verwenden halt Email und das wars dann auch bald schon. Ich finde das aber einstweilen mal nicht als wirkliches Defizit, weil ich mein Studium sowieso (wie es auch im Gesetz steht) als wissenschaftliche Berufsvorbildung wahrnehme und nicht als Berufsausbildung im engeren Sinn.

    Antworten

  10. ich verstehe dein gefühl, dass das desinteresse der mitstudentInnen in den lehrveranstaltungen richtiggehend niederknüppelt und energie absaugt. ich gehe mit neugierde und interesse in die meisten LVs und verlasse sie kraftlos und müde.
    das liegt aber nicht nur an den studis, das liegt auch an den lehrenden.

    ich denke, wir befinden uns da in einer art teufelskreis: viele lehrenden haben es sicher schon aufgegeben, die studierenden begeistern zu wollen, weil man gegen eine derartige mauer aus fadesse und zeit-absitzen und mit-dem-geringst-möglichen-aufwand-durchkommen einfach nicht ankommt. und je mehr die lehrenden das interesse an uns verlieren, desto mehr verlieren wir das interesse am dargebotenen stoff.

    und einige lehrenden sind sicher – das muss manschon auch sagen – fehl am platz.
    viele der inhalte des pukw-studiums würden mich brennend interessieren (deshalb habe ich ja das studium gewählt), aber sie werden derart trocken und langatmig präsentiert, dass einem die lust vergeht.

    [michael latzer war für mich ein positives gegenbeispiel: wirtschaft hat mich noch nie sonderlich interessiert, aber er hat es mir so vermittelt, dass ich es a) kapiert hab und b) interessant fand. tja, leider ist er nicht mehr da…]

    mangelndes interesse, mangelne solidarität und mangelndes engagment auf seite der studierenden ist wirklich ein problem – aber ich halte das für ein strukturelles problem, das sehr viel mit dem konstrukt pukw-studium & bologna zu tun hat. ich treffe immer wieder mitstudenten, die sich engagieren (siehe das erwähnte paed-blog), aber um hier wirklich ein umdenken zu erreichen, muss man, denk ich, tief im system ansetzen…

    BTW @ nacaseven: freizeit??? woher nimmst du die? seit ich studiere hab ich irgendwie gar keine mehr…

    Antworten

  11. Ich bin neben dem Institut PuKW ja auch am Institut für Philosophie (Vollzeit) sowie am KSA-Institut / der TFM auch noch (Wahlfachweise) – nirgendwo ist das Niveau so niedrig und nirgendwo sind die Studierenden weniger motiviert.

    Auch auf der Theaterwissenschaft gibt’s Leute die in einer Shakespeare-Vorlesung sitzen und noch keine einzige Zeile Shakespeare GELESEN haben (Matura für 2,50 beim Billa gekriegt?), aber zwischen all den KollegInnen, die „Moderatorin werden wollen“ (oder „Sportjournalist“) hier an der „Publizistik“ zu sitzen ist einfach nur frustrierend, da bin ich ganz bei dir. Es ist immer eine reine Wohltat, sich in eine Philo-Vorlesung zu setzen, wo nicht währenddessen über die letzte Folge von Hintertupfings next Topmodel geredet wird und alle das INTERESSIERT, was da vorne vorgetragen wird.

    Mit dem Elitegedanken von Kollegen Grünwald kann ich mich nicht wirklich anfreunden, ich bin zwar absolut pro Auswahlverfahren (wer diese lächerliche Hürde nicht schafft, dem sollte einfach auf diese Weise gezeigt werden, dass ein Studium nicht das richtige für sie/ihn ist) aber „Stolz“ und „Elite“ brauche ich wirklich nicht, um mich für eine Sache zu engagieren – Natürlich, ich würde auch gerne in Stanford in einem PhD-Programm sitzen wo auf 7 Studierende ein Prof. kommt. Wenn man drinnen ist, ist das ja was schönes, nur gesamtgesellschaftlich gesehen ist so ein Elitengetue abzulehnen.

    Das Problem sehe ich eher mal darin, dass es ein krasses Informationsdefizit unter SchulabgängerInnen gibt, was „studieren“ heißt und dass vielleicht einmal von staatlicher Seite kommuniziert und angestrebt werden sollte, dass es neben einem Universitätsstudium noch genügend andere Möglichkeiten gibt, sich fort- oder ausbilden zu lassen.

    Es kann halt einfach nicht sein, dass alle die an der Journalismus-FH-Aufnahmeprüfung scheitern dann an der Uni Publizistik studieren wollen, aber eigentlich nicht STUDIEREN wollen. Ein Studium ist nun mal keine Form der Ausbildung, auch nach Bologna (noch) nicht. Wen theoretische Auseinandersetzung mit der Materie nicht interessiert, die/der soll doch bitte etwas anderes machen und nicht Lebenszeit mit etwas vertun, an dem sie/er keine Freude hat und/oder nicht geeignet ist.

    Woanders stimme ich Heinz gerne zu: Die Lehrenden. Verkrustete Profs gibt’s wohl überall, am IPuKW haben wir besonders Glück. Da macht ein „Herr Kollege“ großartige „Online-Kommunikation“ – LV’s, kennt Twitter nicht, hat keine Ahnung von der Materie und ist in seinem „wissenschaftlichen Denken“ im Diskurs der 60er und 70er Jahre hängen geblieben (wie man anhand seiner „Bibel“, die wohl jeder zu Hause stehen hat, nachlesen kann).

    Eine Einführungsvorlesung (man beachte: Einführung) in Medien- und Kommunikationsgeschichte entfaltet nicht etwa die GESCHICHTE DER MEDIEN UND KOMMUNIKATION, nein, die NS-Presse und seltsame Entnazifizierungsgeschichten der österreichischen Nachkriegszeit sind das Thema.

    (diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen)

    Mit drei der vier von der Kritik ausgenommenen Herren, die Heinz angesprochen hat, hatte ich schon das Vergnügen (und das ist jetzt _nicht_ ironisch gemeint); aber man muss zB auch sehen, dass die es inzwischen auch nicht mehr packen und die Motivation auch bei denen nachlässt, bzw. ein über 17 Jahre (?) vom Institut abgespeister externer Dozent, der halt nicht mit ihrem langweiligen empirisch-sozialwissenschaftlichen Instituts-Mainstream-BlahBlah konform geht, an der Bauhausuniversität Weimar sofort eine Professur bekommt (F.H. ist ab nächsten Jahr weg – hab mich letztens in der Straßenbahn mit ihm ein bisschen drüber unterhalten).

    Ich möchte hiermit eine „blogübergreifende Themenreihe“ anregen, an der sich bloggende Studierende unseres Instituts doch bitte beteiligen sollen. Einfach Gedanken zur derzeitigen Situation am Institut und Verbesserungsvorschläge (auch nicht nur auf unser Institut bezogen). Ich werfe schon mal mein WordPress an…

    Antworten

  12. Ihr seid großartig.

    @Christoph Bauer
    Danke für den Link. Klingt interessant, werde ich sicherlich in den nächsten Beitrag einfließen lassen.

    @Gabi Reinmann
    Wenn jemand Angst hat nicht rechtzeitig mit dem Geld verdienen anzufangen, muss ich ihm oder ihr einfach vom Studium abraten. Einen Job bekommt man auch ohne Studium.

    Durch meine etwas andere Angehensweise (ob sie besser ist, kann ich noch nicht sagen) habe ich jetzt schon mehrere interessante Jobangebote bekommen, aber ich will mehr.

    Dass viele Studierende am liebsten alleine gelassen werden, kann ich leider nur bestätigen. Lehrveranstaltungen werden nach der Zeit zu der sie statt findet und angeblichen Aufwand ausgewählt.

    Es braucht sicherlich zwei Seiten, hier in Wien sehe ich momentan aber nur die Möglichkeit, dass dieser Wechsel aufgrund des Drucks von Studentenseite starten kann.

    Und: Interessanter Blog. Gleich mal abonniert.

    @Franz-Josef
    Keine Fragen stellen und hoffen, dass es bald vorbei ist, kenne ich.

    @Andrea Mayer-Edoleyi
    Ich gebe dir Recht, dass in vielen Studien vor allem die Reflexion der Inhalte ein wichtiger Bestandteil ist, so auch bei Publizistik- und Kommunikationswissenschaften. Dies erreiche ich jedoch nicht indem ich die durchgenommenen Inhalte abfrage, sondern die Studenten dazu anrege/zwinge sich damit zu beschäftigen anstatt sie auswendig zu lernen.

    Die praktischen Inhalte sehe ich vor allem an einer FH. Aber man kann dennoch zeitgemäße Tools verwenden um Inhalte zu vermitteln und Studenten zur Mitarbeit anzuregen.

    @nicole
    Doch an uns liegt es diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Latzer ist ein Beispiel, dass gute Professoren anscheinend an der Uni Wien nicht willkommen sind. Er hat wissenschaftliche Inhalte mithilfe aktueller Themen behandelt und ich bin richtig gerne in die Vorlesung gegangen.

    Die Studenten müssen das System zwingen, sich zu ändern.

    @moritz
    Ich will auch Moderator werden. Beispielsweise für die Arbeitsgemeinschaft Social Media bei der nächsten Podiumsdiskussion. Aber das reicht mir dann auch wieder. Denke ich.

    Ich verstehe den 1337-Gedanken auch nicht so, dass man sich vom Rest abschirmt, sondern dass man offen zeigt wie man das Studium bestreiten kann. Spannende Themen aufzeigen, neue Möglichkeiten. Wissen teilen und andere Studenten anregen sich auch zu motivieren. Gegen grundsätzlichen Ausschluss, beispielsweise über die finanzielle Lage, bin ich auch.

    Universität ist Theorie. Das muss stärker kommuniziert werden, auch wenn das Studium damit für viele unattraktiver wird.

    Ich habe die Vorlesung Medien- und Kommunikationsgeschichte interessant gefunden, würde sie aber definitiv anders nennen und nicht als Einführungsveranstaltung handhaben. Aber das liegt (noch) nicht in meiner Hand.

    Es ist schrecklich wie gute Vortragende daran gehindert werden an unserem Institut zu unterrichten. Woanders werden sie mit offenen Armen empfangen, aber hier kümmert man sich nicht um sie oder wirft ihnen gleich ein paar Steine auf den Weg.

    So kann und darf es nicht weitergehen.

    Einfacher wäre es die Universität zu wechseln, aber ich stehe nicht auf einfach.

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  13. nachtrag:
    ein problem ist auch das anmeldesystem. oft kommt man in LVs, die einen persönlich interessieren würden gar nicht rein, weil man eine halbe sekunde zu langsam war. ergo sitzen viele srtudierende in LVs, die gerade mal ihre zweite oder dritte wahl waren oder die „halt noch übrig waren“.
    dass das interesse dann nicht so groß ist, liegt auf der hand…

    in anderen studienrichtungen (z.b. anglistik) kannst du punkte setzen, um deine LV-prioritäten zu zeigen. das klappt natürlich auch nicht immer, dünkt mich aber zumindest ein bissl ein vernünftigerer ansatz als das ellenbogen-gerempel, das bei uns zu beginn jedes semesters stattfindet…

    @luca: dass manche studierenden ihre LVs nach dem zeitpunkt aussuchen, nicht nach dem inhalt, kann man niemandem zum vorwurf machen. viele müssen nebenbei arbeiten oder haben noch ein zweitstudium zu koordinieren. da geht das halt leider oft nicht anders.

    BTW, eine der sinnvollsten, inspirierendsten LVs, die ich bislang auf der pukw hatte war ein tutorium zu step1. die leiterin hat wirklich viele impulse gebracht, die spannend waren und wert, sie weiter zu verfolgen. allerdings: dass ich in dem tutorium einer mitstudentin mehr gelernt hab als in den meisten von professoren abgehaltenen LVs, stimmt mich schon nachdenklich…

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  14. Meiner Meinung nach sollte die Universität Wien (eigentlich der ZID) endlich eine ZENTRALE Online(lern)plattform gebären. Nicht für jede Studienrichtung ein eigenes Anmeldesystem, nicht 1000 Extrawürste, sondern einen fetten Braten für alle. Das wäre im Jahre 2009 wirklich langsam angebracht.

    Ein Armutszeugnis ist auch der Umgang mit Online-Quellen. Diese Quellen werden selbst bei korrekter Zitierweise oft verschmäht und sind nicht erwünscht. Ich habe in Meiner BAKK1-Arbeit eindeutig darauf hingewiesen. Warum sollte ich nicht Internetquellen verwenden dürfen, wenn es doch die größte Wissenssammlung der Welt ist?

    Die PKW-Bibliothek ist alles andere als professionell Organisiert, einer Publizistikbibliothek nicht würdig und wird von mir nach haufenweise Frustmomenten auch nicht mehr genutzt da ca. 50 % der gesuchten Werke nicht auffindbar sind. Kein weiteres Kommentar…

    Positiv finde ich die Übungen der Praxisfelder, da zumindest im Bereich Multimediajournalismus und Fernsehjournalismus teils sehr einflussreiche Persönlichkeiten aus der Praxis ihr Wissen weitergeben (zB ORF/PRO7).

    Heute sind mir Gerüchte über ein neues Publizistik-Institut im Jahre 2010 zu Ohren gekommen, hab mich aber noch nicht damit beschäftigt. Ein neues Haus ist wirklich dringend nötig, denn das Institut in der Schopenhauerstraße ist ungefähr gleich groß wie mein Elternhaus in Vorarlberg. Darin ist Technik und Infrastruktur für mindestens 6000 Studenten untergebracht.

    Gar nicht zu reden brauche ich von denjenigen Studenten, die im 4. Semester Publizistik studieren, Journalisten werden wollen und nicht einen Satz ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler fabrizieren könnnen.

    Zeit für einen Aufstand!

    Stefan Meier
    Student am IPKW, 5. Semester
    Dringen

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  15. Zentrales Anmeldesystem finde ich gut, zentrale Lernplattform nicht. Ersteres könnte man mit Univis umsetzen, wo bereits einige Studienrichtungen vorhanden sind. Allerdings finde ich die Bedienung schrecklich.

    Mit einer zentralen Lernplattform steckt man Lehrende und Lernende unnötige Grenzen.

    Umgang mit Onlinequellen muss sich erst etablieren, aber das wird er auch je mehr Wissenschaftler online publizieren.

    Mit der PKW-Bibliothek hatte ich noch nicht viel zu tun.

    Praxisfelder sind sicherlich gut, sehe ich aber stärker an Fachhochschulen. Auch wieder komisch, dass gerade das positiv an der Uni hervorgehoben wird.

    Neues Gebäude wird kommen. Aber ich werde das wohl nicht mehr miterleben.

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  16. Ich habe jetzt leider nicht alle Kommentare gelesen, schon möglich, dass einige Gedanken erneut vorkommen.

    Ich studiere PKW und Powi, jeweils im 5. Semester, und finde die Anforderungen teilweise recht lächerlich. Zwar ist der Besuch von Vorlesungen zumeist recht interessant, für den erfolgreichen Abschluss einer Prüfung spielt es aber keine Rolle. Auch die (hoffentlich bald einheitlichen) Online-Plattformen sind auf dem richtigen Weg, dennoch bleiben sie ähnlich einer Vorlesung dem Prinzip „Frontalunterricht“ treu. Kommunikation spielt sich dann zumeist kurz vor den Prüfungen ab, ansonsten kommt es mir dort aber recht leer vor.

    Eine LV aus Thewi (die Freitagsrunde) verlangt von den Teilnehmern zumindest drei Aufgaben im Semester, und noch viel wichtiger: Die Kommunikation in der Community mittels mindestens 10 Kommentaren zu den eingereichten Aufgaben anderer. Wäre es so schwer, (aktuelle) Denkaufgaben zu stellen und dann Moderatoren (ich mein die ganzen Heinis, die bei jeder Prüfung böse den Studenten auf die Finger schauen und ansonsten nur lückenhaft Emails beantworten) für die Foren zur Verfügung zu stellen?

    Ich denke nicht. Natürlich gibt es dann einen Aufschrei, weil möglicherweise nur eine Prüfung für den Abschluss verlangt werden darf, aber diese Meldungen sind von Studenten, denen nichts an ihrem Studium liegt.

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  17. Pingback: UNI 2.0 - über Perspektiven On- und Offline « Leichen der Zeit

  18. Ich würde gerne zu diesem Beitrag einen kleinen Hinweis loswerden, vielleicht hilft das ja bei Überlegungen für eine Plattform an der Uni Wien. Im Rahmen des Projektes ePUSH an der Universität Hamburg haben wir einige der von Dir beschriebenen Probleme und Veränderungen aufgegriffen und eine Community für Studierende an unserer Fakultät aufgebaut: das partizipative Webmagazin life (http://life.uni-hamburg.de).
    life ist zum einen ein Informationsportal, das verteilte Informationen per RSS und über eine Mini-Redaktion zusammenträgt, um so einen einheitlichen Zugang zum universitären Leben auch in der digitalen Welt zu bieten. Zum anderen bietet es zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung, Kommunikation und Kollaboration für Studierende. Man kann sich ein Profil einrichten, Nachrichten verschicken, einen Blog einrichten, Gruppen gründen, eigene Artikel veröffentlichen, alle Beiträge auf life kommentieren, Fragen stellen etc. Die Plattform befindet sich in einer permanenten Weiterentwicklung, bei der wir Studierende als Beta-Tester mit einbeziehen.
    Im nächsten Schritt wird die bestehende Lernplattform EduCommSy, die zur Seminarunterstützung genutzt wird, so integriert, dass es zwar weiterhin getrennte Systeme bleiben, aber 1. über eine Adresse erreichbar sind und 2. man sich nur einmal einloggen muss (mit Single SignUn und SingleLogin).

    Unsere Erfahrungen: Es läuft so langsam an und wird von Studierenden genutzt, in erster Linie um Nachrichten über das System zu verschicken und sich zu vernetzen.

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  19. jetzt bin ich dazu gekommen, mir deinen blog durch zu lesen. und bei unserm treffen letzten freitag hast du eh auch einiges davon erzählt bzw. was so deine ideen sind. aber erstmal langsam.

    dein artikel ist ein plädoyer für das studium als institution, die universität als ort des diskurses. und ich teile diese ansicht, damit das mal klar ist. allerdings bin ich mit der teils naiven kritik, die du an dem gebrauch der online medien durch das institut äußerst, nicht unbedingt zufrieden.

    es ist natürlich ein jammer, dass es keine zentralen websites gibt, auf der alles gefunden werden kann. mails, mitschriften, foren, streams, noten – jeden tag aufs neue eine odyssee im internet. dennoch muss selbst ich mich fragen, wie unser institut das überhaupt noch bewältigen kann. die massen, die pkw studieren, sind gewaltig und v. a. gewaltig frustriert. keiner von uns ist mit dem lehrverhältnis zufrieden, das feedback ist zusätzlich mager und – das wissen wir alle – die anforderungen sind eher dürftig. nicht selten passiert es, dass ich einfach nichts aus einem PS mit nehmen kann.

    aber wie dem entgegenwirken? was für studerende sollen sich zusammen tun, damit etwas positives dabei heraus kommt? ich denke, zunächst einmal muss ein rigoroser einschnitt her. eine diskussionswelle soll über uns herein brechen, in der alle gezwungen sind, an ihr teil zu nehmen. das studium muss mehr auf kommunikation innerhalb der community basieren. und da sehe ich auch deinen ansatz: facebook muss nicht sein, twitter schon gar nicht, aber treffen, veranstaltungen, lesungen, diskussionen – und viel, viel information.

    um diese zäsur hervor zu bringen, braucht es eine kräftige ig, und vor allem eine, die sich deutlich positioniert und v. a. viel nach außen hin kommuniziert. ein wöchentliches resümee vom plenum auf da hp, aufrufe zu diskussionsrunden, bier-treffen usw ist da ein anfang. und dazu, auch das wissen wir alle, müssen viel mehr von uns mit machen.

    das sind grundsätzliche vorschläge. die lehre werden wir wenigen aber sicher nicht ändern können. die vorlesungen finde ich persönlich gut, die profs sind alles sehr intelligente, erfahrene und begabte menschen. duchkowitsch, haas, gottschlich, damals latzer – das sind ikonen der kommunikationswissenschaft und ich war sehr glücklich, bei ihnen etwas zu lernen.

    aber die ATs, UEs usw sind mitunter grässlich: langweilig, keine anforderungen, kein diskurs, bei manchen hat eine AT sogar vorlesungscharakter. das ist eine schande. aber wir alle, genau so wie ich, sind viel zu feige, um den mund auch hier auf zu machen.

    deswegen ganz langsam von vorne: zuerst organisieren, dann weiterdenken und -veränern.

    ps: ein elitärer zirkel ist mir persönlich völlig wurscht.

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  20. Pingback: wwweblernen » Hacking Education: Die Bildung “hacken”

  21. Ein sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank dafür. Hat mir echt Spaß gemacht diesen zu Lesen. Es wäre wirklich viel schöner wenn Studenten das Leben ein wenig vereinfacht werden würde durch z.B. Zentrale Webseiten mit Web 2.0 Möglichkeiten wie von Almedin gesagt. Beim Fernstudium läuft dieses aber schon so in der Art. Da ist man zwangsweise der Technik offener. Ich selbst studiere Ernährungsberatung in einem Fernkurs und bin eigentlich sehr zufrieden.

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  22. @Almedin
    [..]aber erstmal langsam.
    Mit Langsam locke ich niemanden hinter dem Ofen hervor. Mit Langsam hat das Studium jetzt schon genug zu tun. Mit Langsam bin ich aus Wien weg, bevor irgendjemand etwas gemacht.

    allerdings bin ich mit der teils naiven kritik, die du an dem gebrauch der online medien durch das institut äußerst, nicht unbedingt zufrieden.
    Wäre schön, wenn du auf die naiven Stellen direkt eingehen würdest.

    dennoch muss selbst ich mich fragen, wie unser institut das überhaupt noch bewältigen kann. die massen, die pkw studieren, sind gewaltig und [..]
    Ich gebe dir recht, dass es nicht einfach ist ein passendes System für alle Funktionen zu finden und dann auch noch Lehrende und Studierende dafür einzuschulen, aber in meinen Augen ist es auch logisch, dass es so wie es ist nicht funktioniert. Das beginnt bei der Navigation der Webseiten, die einfach nicht durchdacht ist und geht über die Komplexität bis zur Verteilung auf verschiedene Plattformen. Warum braucht es Fronter und Moodle und ePortfolio? Warum überschneiden sich die Plattformen? Warum müssen Studenten ständig nachfragen, wo sie ihre Noten finden? Da geht es noch gar nicht um die Technik sondern um Logik.

    aber wie dem entgegenwirken? was für studerende sollen sich zusammen tun, damit etwas positives dabei heraus kommt? ich denke, zunächst einmal muss ein rigoroser einschnitt her. eine diskussionswelle soll über uns herein brechen, in der alle gezwungen sind, an ihr teil zu nehmen.
    Ich bitte dich den Satz noch einmal zu lesen und kurz nachzudenken. Alle sollen gezwungen werden an der Diskussion teilzunehmen. Einerseits ist es beinahe unmöglich so etwas zu erzwingen und andererseits würde nichts sinnvolles dabei herauskommen. Zunächst müsste man die Studienleitung davon überzeugen, dass sie die Studenten zwingen muss und dann hast ein paar tausend demotivierte Leute da sitzen, die sich mit etwas beschäftigen müssen, was sie nicht interessiert.

    Ich bin der Meinung, dass man ein Umdenken nur durch motivieren und vorzeigen erreichen kann.

    um diese zäsur hervor zu bringen, braucht es eine kräftige ig, und vor allem eine, die sich deutlich positioniert und v. a. viel nach außen hin kommuniziert. ein wöchentliches resümee vom plenum auf da hp, aufrufe zu diskussionsrunden, bier-treffen usw ist da ein anfang.
    Was ist die IG? Eine Gruppe von Studenten, die sich besonders engagiert. Oder dies zumindest vorgibt. Mir sind keine großen Erfolge in der Vergangenheit bekannt. Die wenigsten wissen was die IG macht. Wie willst du nun erreichen, dass die kräftig wird? Du müsstest dich für sie einsetzen. Ziele aufstellen, mit den Studenten kommunizieren. Halt, ist das nicht Aufgabe der IG? Warum sollte ich mich für die IG einsetzen, wenn ich nicht von ihr überzeugt bin?

    und dazu, auch das wissen wir alle, müssen viel mehr von uns mit machen.
    Um die IG zu stärken müssten die Studenten hinter ihr stehen. Gebe ich dir Recht. Halte ich momentan für unrealistisch.

    das sind grundsätzliche vorschläge. die lehre werden wir wenigen aber sicher nicht ändern können.
    Für mich ist das nur ein Vorschlag. IG stärken und die soll dann dafür sorgen, dass diskutiert und kommuniziert werden. Ein Konstrukt, das in meinen Augen auf sehr wackeligen Beinen steht.

    aber die ATs, UEs usw sind mitunter grässlich: langweilig, keine anforderungen, kein diskurs, bei manchen hat eine AT sogar vorlesungscharakter. das ist eine schande. aber wir alle, genau so wie ich, sind viel zu feige, um den mund auch hier auf zu machen.
    Ich habe nun schon mehrere gute ATs hinter mir und aktuell drei gute UEs. Wenn ich von LV-Leiter weiß, was er kann und gerne machen würde, es aber nicht kann, weil die Studenten dann nicht mitkommen würden, schiebe ich die Schuld nicht auf ihn. Er muss dann Grundlagen machen. Immer und immer wieder und ich sitze gelangweilt daneben. Vielleicht mache ich nicht immer den Mund auf, aber ich schreibe sehr wohl Mails und sag meine Meinung bei der Feedbackrunde.

    deswegen ganz langsam von vorne: zuerst organisieren, dann weiterdenken und -veränern.
    Was willst du organisieren? Den Widerstand? Die IG? Die Studenten? Du kommt also her und organisierst von oben. Versuchst die Leute zu ihrem Glück zu zwingen. Hört sich nach einem tollen Studium an.

    Ich wähle den anderen Ansatz. Ich beginne im Kleinen. Sorge erst einmal dafür, dass mein Studium spannend ist und Spaß macht, gebe auch anderen die Möglichkeit ihr Studium zu verändern. Die Möglichkeit sich selbst zu organisieren. Flache Hierarchien. Die Lehre muss sich dann anpassen. Und es reichen schon wenige um einiges umzukrempeln.

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  23. ich sehe schon, da kommen wir auf keinen gemeinsamen nenner. unsere ansichten scheinen sich auch kaum zu überschneiden. also dann, viel glück mit deinen ansätzen!

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  24. Ich möchte nur kurz auf die Netzwerk Bildung antworten. Ich denke da ist es von Uni zu Uni oder von FH zu FH unterschiedlich wie stark ausgeprägt der Vorteil des Netzwerkes sein kann. Ich studiere an einer FH in NRW, gezielter gesagt mittem im Ruhrpott. An unsere FH studieren derzeit ca. 3500 Studenten und davon sind ca. 1200 Studenten aus dem Fachbereich Technische Betriebswirtschaft. Da ich selbst einige Tutorien auch für die 1. Semester gebe, kenne ich viele Leute an der FH und ich kann sagen, dass es ein enormer Vorteil ist. Ich bin mit den Professoren ständig in Kontakt, erhalte Einladungen zu Karriere Veranstaltungen und nehme an besonderen Events teil. Ich muss aber auch sagen, unsere FH ist im Netzwerk Bildung sehr gut. So bietet der Verein der Freunde (Alumni) jährlich zahlreiche Veranstaltungen um Kontakte zu knüpfen etc… Tennis für die Karriere, Essen für die Karriere, Golfen für die Karriere, Hauptversammlung der Deutschen Bank, zahlreiche Exkursionen zu Firmen in der Region, weltweite Exkursion (dieses Jahr Firmenbesuche in Thailand, Vietnam und Kambodscha, also große Indochina Exkursion, jährliche Exkursionen nach Ney York), Unternehmensplanspiele (international, dieses Jahr in Russland). Dort lässt sich ein wirklich gutes Netzwerk aufbauen. Vor kurzem bin ich durch einen Absolvent an ein Praktikum gekommen, ein Professor hat mich empfohlen. Also Netzwerk Bildung ist eine sehr, sehr wichtige Angelegenheit und sollte gerade im Studium imens betrieben werden.

    Gruß
    Markus!

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