Monat: September 2013

  • fünfundzwanzig

    Es gibt keine plötzlichen Veränderungen. Erkenntnisse, ja. Aber keine Veränderungen. Trägheit wohnt nicht nur Massen inne, sondern auch Vorgängen. Menschen. Menschen sind träge. Ich muss das ändern. Aber es ist einfacher noch etwas so weiterzumachen wie bisher. Vorsätze als Beweis der Trägheit.

    Ich liebe Mia. Ich liebe Frida. Ich bin glücklich.

    Zufrieden, das bin ich nicht. Ich lehne mich oft zurück und genieße. Dann rolle ich mich zur Seite und heule. Scheiß Kopf. Es ist gut Ziele zu haben. Es ist auch in Ordnung keine zu haben. Außer es macht einen kaputt. Mich etwa. FÜNFUNDZWANZIG. Es wäre irrelevant, wenn es mich nicht beschäftigen würde. Konstrukte geben Halt. Ankerpunkte an denen man dieses wabbelige etwas, das wir Leben nennen, festmachen kann. Das Absolute ist schlecht. Der Vergangenheit nicht nachweinen, aber sich auch nicht an ihr festklammern. Aus ihr lernen oder mit ihr abschließen. Fehler sind gut, wenn sie mich weiterbringen. Fehler sind schlecht, wenn sie für immer haften bleiben. Gerade das starke Bedürfnis vergangenes sichtbar zu machen. Für andere und mich selbst. Sätze müssen nicht immer so abgehakt sein und einen Teil ihrer Bestandteile verbergen, aber es gehört auch zu mir. Ich mag meine Gedanken holprig und mit ausreichen Platz, dass Leserinnen selbst die kahlen Stellen füllen können. Mit Ideen, nicht mit Worten. Weil der Kopf so viel mehr kann als alles in starre Grammatik zu pressen. Geburt, Kindergarten, Volksschule, Gymnasium. Dann endet die gefühlte Linearität. Wissenschaft, Wirtschaft und etwas verzögert Politik. Zusammengehalten von diesem Internet. Ein weiteres Konstrukt, das sich von den anderen entscheidet und mein ständiger Begleiter ist.

    Menschen. Sascha. Jana. Christian. Michael. Tony. Sebastian. Martin. Philip. Andy. Harald. Andreas. Teresa. Thomas. ***.

    Prioritäten und Träume wachsen und ändern sich mit mir. Schreiben ist mir wichtig. Noch immer. Immer mehr. Immer anders. Auf dem Boden mit meinem Kind herumtollen und lachen. Gestern lange in der Badewanne geplanscht. Ihr Lachen. Schon ihr Blick. Das Beste. Alles in mir sprüht. Mein Drang alleine umherzuwandern beinahe verschwunden. Neues aufsaugen. Dinge bauen. Weil sie mich interessieren.

    Geldgedanken drängen sich in den Vordergrund. Kurz davor mich überrennen zu lassen. Weil Verantwortung. Wenig materielle Bedürfnisse haben es mir bisher leicht gemacht. Aber jetzt sind da andere Menschen. Butterreis reicht nicht mehr. Und es ist erst der Anfang. Dennoch an der Uni angemeldet. Dennoch Spaßprojekte. Aber auch die Möglichkeit einer fremdbestimmten Arbeit. Der Vorteil des einzigartigen Profils, des Netzwerks und der Flexibilität.

    Das erste Mal, dass ich dem Bedürfnis, mich bei euch zu bedanken, nicht nachgehe. Stattdessen schau ich in den Spiegel, Kind auf dem Arm, Frau an der Seite. Entschlossenheit. Glück. Hoffnung. Nach vorne schauen, zu Seite schauen, in Erinnerung behalten. Es ist gut. Ich mag mich.


    Es wurde gefragt, was ich mir wünsche. Rein materiell.
    Hier gibt es eine Wunschliste als Inspiration: http://www.amazon.de/registry/wishlist/2Q81SBVYNGO0
    Adresse gibt es per Anfrage: lucahammer@gmail.com oder wenn es eine Überraschung sein soll mianiemand@gmail.
    Ebenfalls wird es einen neuen Computer geben. Weil ich inzwischen zu oft warte und Visualisierungen viel Arbeitsspeicher brauchen. Konto über oben angegeben Adressen oder Paypal an meine.

    Am meisten freue ich mich über Worte und Zeit. Schreibt mir. Lest mich. Empfehlt mich weiter, wenn ihr über tolle Aufträge/Jobs stolpert. Oder wenn euch gefällt, was ich mache.

  • Der Vergangenheit nachweinen

    Das Internet als Erweiterung meines Körpers. Ich saß vor meinem Laptop und es spürte sich wie ein mächtiger Kontrollraum an. Nicht dass ich je irgendwas unter Kontrolle gehabt hätte. Aber ich konnte beobachten und hatte ein gutes Gefühl was los ist und wo ich meine Meinung einwerfen konnte, um gehört zu werden. Gehört werden. Gelesen werden. Kommentare, Mails, Rückmeldungen. Austausch. Heute bediene ich zu viele Kanäle und der Großteil meiner Worte verstummt auf halbem Weg.

    Ich war so viel online, dass ich glaubte, dass alles auch funktionieren würde, wenn ich nur noch online bin. Eine Fehleinschätzung. Jedenfalls ohne mich neu zu erfinden. Haha. Worum es mir eigentlich geht: Spielen.

    Wien bot mir fast jede Woche eine Veranstaltung. Und durch wundersame Begebenheiten kannte man mich. Kein ständiges neu vorstellen, sondern von fremden Menschen begrüßt und angesprochen zu werden. Auf jeder dritten Veranstaltung stand ich vorne oder war für irgendwas zuständig. Gefühlt. Und sei es nur ein Livestream. Nur.

    Ausrichtungskrise. Wer bin ich. Wo will ich hin. Warum und überhaupt. Nichts neues. Alle Abonnenten auf einen stillen Blog umgeschaufelt. Jetzt die Überlegung sie zurückzuholen.

    Visualiserungen. Verbindungen. Interaktionen. Zumindest vorerst. Arbeit wird mich immer begleiten. Livestreams sind nahezu verschwunden. Wissenschaft ist zurück. Ironblogger OWL und Uni für neue Begegnungspunkte.

    Und ein Blog, der nur noch für mich da ist.

    Hihi.

  • “Ihre Bewerbung an der Universität Paderborn // BA MW 32990”

    Zusammengefasst: Ich werde ab Oktober an der Uni Paderborn Medienwissenschaft studieren. Trotz diverser Widrigkeiten.

    Bevor ich mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau zusammengezogen bin, war ich kurz vor meinem Studienabschluss an der Universität Wien. Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Wenige Wahlfachprüfungen und die zweite Bachelorarbeit haben noch gefehlt. Der Plan war die Prüfungen alle in der Prüfungswoche vor dem Umzug zu erledigen und die Bachelorarbeit aus der Ferne zu schreiben. Das dafür benötigte Seminar hatte ich besucht. Doch dann kam die Prüfungswoche, ich schrieb täglich bis zu drei Prüfungen, hatte viele Hochs und noch mehr Tiefs, und am Ende reichte es gerade nicht. Kein Problem, ich könnte ja nochmals nach Wien fahren, um die fehlenden Prüfungen zu erledigen. Bei der Bachelorarbeit gab es bereits Thema und einen guten Teil der Recherche, Forschungsdesign und überhaupt. Aber zum schreiben bin ich nicht gekommen. Falls ihr nach mehreren Jahren Fernbeziehung zusammenzieht, könnt ihr euch darauf einstellen, dass ihr wenig Zeit für irgendwas haben werdet. Jede Sekunde des möglichen Dinge zusammen machen wird genutzt. Zumindest war es bei uns so. Das Semester verging, ich bekam noch eine und dann noch eine Nachfrist für meine Arbeit. Aber irgendwann war es dann auch zu spät. Das Startup nahm die langsam wieder frei werdende Zeit ein und das Studium fühlte sich ähnliche weit weg an wie sein Standort.

    Bereits vor dem Umzug informierte ich mich bei Hartmut Winkler über einen möglichen Studienwechsel. Publizistik- und Kommunikationswissenschaft überschneidet sich mit dem in Paderborn angebotenen Medienwissenschaft zu einem gewissen Teil. Seine Antwort: Vieles sollte man anrechnen können. Den medien-kulturwissenschaftlichen Teil von Medienwissenschaft sollte ich komplett abdecken können, aber ich müsste Medienökonomie und Medieninformatik nahezu komplett nachholen und er riet mir daher das Studium in Wien abzuschließen und dann in Paderborn direkt einen Master zu beginnen. Was ich sinnvoll fand. Aber nicht schaffte.

    Ich schob die Auseinandersetzung mit dem Thema immer wieder vor mir her. Versuchte mich etwas einzulesen, wie die Anmeldung ablaufen würde, was ich brauche, ob ich überhaupt reinkommen würde, weil mein Abitur Schnitt sicherlich nicht reichen würde. Im Sommer ging ich es endlich konkret an. Nachdem ich glaubte den Durchblick zu haben und meine Frist (höhersemestrige Vollimmatrikulation) erst Anfang September wäre, schrieb ich vorsichtshalber der Studienberatung und wurde dort schnell an das International Office weitergeleitet. Was ich vollkommen übersah/ignorierte: Ich gelte als internationaler Studierender. Auch mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Als Österreicher bin ich Ausländer. Eigentlich logisch. Jedenfalls war die Frist für meinen Antrag somit bereits vor Monaten verstrichen, aber ich sollte ihn dennoch einreichen und man würde sehen, was man machen könne. Also schnell alles ausgefüllt, bei der Krankenkasse eine Versicherungsbestätigung bestellt, auf dem Gemeindeamt mein Abiturzeugnis amtlich beglaubigen lassen und das Sammelzeugnis von der Uni Wien ausgedruckt. Zwei Tage später stand ich vor dem International Office und sah, dass ich einen Tag zu früh bzw. zu spät war und gerade keine Sprechstunde war. Nach mehrfachen klopfen wurde mit wenig Freundlichkeit die Tür aufgesperrt, ich entschuldigte mich mehrfach und dass ich nur schnell die Unterlagen abgeben möchte. Die Stimmung lockerte sich etwas, die Unterlagen wurden auf Vollständigkeit kontrolliert und schon war ich wieder weg.

    Eine Woche verging, dann fuhr ich mit meiner Familie für drei Wochen nach Tirol. Regelmäßig wurden die Nachbarn angerufen, ob ich Post von der Uni bekommen hätte. Dem war aber nicht so. Ich wurde nervös. Heute, zwei Tage nach unserer Rückkehr, bekam ich die Erlösung per Mail. Von meinen 161 ECTS Punkten würden 46 für eine Einstufung in das 3. Fachsemester genutzt werden. Allerdings gibt es dort keine Plätze mehr, weshalb ich eine Zulassung für das 1. Fachsemester bekomme, wo ein Platz im Nachrückverfahren frei wurde.

    Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich darauf bald wieder eine Uni von innen zu sehen. Gespannt bin ich auf die Unterschiede zu Wien und ob und wie viele ECTS Punkte ich mir anrechnen lassen kann (Für den BA Medienwissenschaft in Paderborn müssen 180 Leistungspunkte erbracht werden. Gleich wie in Wien für Publizistik und Kommunikationswissenschaft.). Ein riesiger Unterschied dürfte die Anzahl der Studierenden sein. Während ich in Wien mit fast 1500 Studierenden gleichzeitig begonnen habe zu studieren, dürfte die Zahl der Studienanfänger im niedrigen dreistelligen oder sogar zweistelligen Bereich liegen.

  • OS X Mountain Lion 10.8.4 aktualisiert nicht; immer wieder Neustart [Lösung]

    Über die letzten Monate hat der Mac Appstore ein Update für Mountain Lion angezeigt. Version 10.8.4. Ich mag Updates. Meistens. Also brav versucht zu aktualisieren sobald es da war. Lud normal, installierte und sagte, dass es den Computer neustarten möchte. Natürlich. Computer fährt herunter, startet neu, installiert weiter und dann ist es auch schon wieder fertig. Schreibtisch und der App Store zeigt die bekannte rote 1. Ein Update. Mal nachschauen, vielleicht ist gerade etwas aktualisiert geworden oder er hat noch nicht richtig synchronisiert, passiert ja manchmal. OS X 10.8.4 ist verfügbar. Hä? Habe ich doch gerade installiert. Oder war es etwas anderes? Nochmals auf Update geklickt, wieder den Neustart abgewartet und wieder das gleiche Update angezeigt bekommen. War mir dann nicht so wichtig. Hin und wieder wenn es Updates gab, versuchte ich es zu aktualisieren. Klappte nie. Immer war nach dem Neustart alles wie zuvor.

    Heute habe ich dann etwas Energie übrig und so suchte ich nach einer Lösung. Am besten irgendwas ohne Mac Appstore. Und siehe da, es gibt sogennante Combo Updates. Normalerweise lädt OS X ein sogennantes Delta Update. Also es werden nur die Unterschiede zwischen der aktuellsten und vorherigen Version (10.8.3 -> 10.8.4) heruntergeladen und installiert. Bei einem Combo Update werden alle Änderungen seit dem letzten großen Update (in unserem Fall 10.8.0) geladen und installiert/repariert.

    Das Combo Update lässt sich ohne App Store installieren und selbst auf Systemen, die die aktuelle Version bereits haben. Etwa falls etwas kaputt gegangen ist.

    Das 10.8.4 Combo Update gibt es bei Apple zum Download und es hat knapp 805MB. Bei mir hat es das Update Problem behoben und ich konnte das darauffolgende Sicherheitsupdate wieder normal über den App Store installieren.